23:05 10 Dezember 2019
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    Russische Flugabwehr schießt ballistische „Keiler“ ab

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    Nach einer zweiwöchigen Pause hat eine weitere groß angelegte Militärübung am Kaspischen Meer begonnen. Luftabwehrsysteme kommen massiv zum Einsatz. Soldaten des russischen Militärbezirks Ost üben unterdessen in China.

    Nach einer zweiwöchigen Pause hat eine weitere groß angelegte Militärübung am Kaspischen Meer begonnen. Luftabwehrsysteme kommen massiv zum Einsatz. Soldaten des russischen Militärbezirks Ost üben unterdessen in China.

    Ziele in verschiedenen Höhen

    Die Abwehr eines massiven Raketen- und Luftangriffs wird auf dem Truppenübungsplatz Aschuluk im russischen Gebiet Astrachan am Kaspischen Meer geübt. Das bestätigte am Mittwoch Militärsprecher Igor Klimow.

    „Luftabwehrsysteme des Typs S-300 und S-400 sollen heute insgesamt rund 20 Raketen abfeuern“, so Klimow. Die Übung ziele darauf ab, einen realen Kampf zu modellieren. Das Szenario sehe vor, dass der angenommene Gegner die ganze Palette entsprechender Angriffswaffen einsetze, hieß es.

    Laut Klimow werden Luftziele in verschiedenen Höhen ins Visier genommen, darunter auch ballistische Zielscheiben des Typs Kaban („Keiler“). Auf dem Boden kommen mehr als 200 Fahrzeuge und mobile Startvorrichtungen zum Einsatz.

    Wie es hieß, sind rund 800 Soldaten an der Übung beteiligt. Sie gehören zu den Militäreinheiten, die für die Flugabwehr Moskaus und des Zentralen Industriegebiets zuständig sind. Sieben Militärzüge und drei Militärtransportflugzeuge des Typs Il-76 waren zum Einsatz gekommen, um die Soldaten von ihren Standorten auf den südlichen Truppenübungsplatz zu bringen.

    Vor zwei Wochen hatte ein anderes Großmanöver auf demselben Gelände stattgefunden und international für Aufregung gesorgt. Das US-Außenministerium betonte damals, jedes russische Manöver sei derzeit angesichts der Ukraine-Krise als provokativ zu betrachten.

    Russen kommen nach China

    Im Osten bereiten sich russische Soldaten unterdessen auf groß angelegte Übungen mit den Chinesen vor. Das Szenario beinhaltet die Bekämpfung bewaffneter Extremisten-Gruppen, wie Militärsprecher Alexander Gordejew am Mittwoch mitteilte.

    Das regelmäßige Manöver der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit findet diesmal im chinesischen Hohhot, der Hauptstadt des Autonomen Gebiets Innere Mongolei, statt. Neben China und Russland nehmen Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan daran teil. Im Einsatz sind insgesamt mehr als 7.000 Mann.

    Militärisch modifizierte Mi-8-Hubschrauber des russischen Militärbezirks Ost sollen laut Gogdejew Aufklärungseinsätze im Rahmen der Übungen absolvieren, um dann Stellungen des angenommen Gegners aus der Luft anzugreifen und Soldaten vor Ort abzusetzen.

    Außerdem sollen vier russische Erdkampfflugzeuge des Typs Su-25 zum Einsatz kommen. Das russische Heer stellt seinerseits Schützenpanzer BMP-2, Panzer T-72 sowie Panzerhaubitzen und Mehrfachraketenwerfer zur Verfügung.

    Wie es hieß, zielt das am Sonntag beginnende Manöver „Friedliche Mission 2014“ generell darauf ab, gemeinsame Aktivitäten der Mitgliedstaaten besser zu koordinieren, die Kooperation im Verteidigungs- und insbesondere im Anti-Terror-Bereich auszubauen, aber auch den internationalen Einfluss der Shanghaier Organisation zu schüren.

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