14:28 23 Oktober 2018
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    Hilfsaktion beendet: Russischer Lkw-Konvoi hat Ukraine verlassen

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    Russische Hilfsgüter für Ost-Ukraine (149)
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    Der russische Lkw-Konvoi, der am Freitag 1900 Tonnen Hilfsgüter ins ostukrainische Kriegsgebiet Lugansk gebracht hatte, hat die Ukraine verlassen. Die letzten Lastwagen sind am Samstag über die Grenze zurück nach Russland gefahren, wie ein Korrespondent der RIA Novosti am Grenzübergang Donezk berichtet.

    Der russische Lkw-Konvoi, der am Freitag 1900 Tonnen Hilfsgüter ins ostukrainische Kriegsgebiet Lugansk gebracht hatte, hat die Ukraine verlassen. Die letzten Lastwagen sind am Samstag über die Grenze zurück nach Russland gefahren, wie ein Korrespondent der RIA Novosti am Grenzübergang Donezk berichtet.

    Der Hilfskonvoi hatte sich rund einen Tag auf dem ukrainischen Territorium aufgehalten. Davor hatte er eine Woche lang vor der Grenze auf die ukrainische Einfuhrgenehmigung gewartet. Die Milizen der nicht anerkannten „Lugansker Volksrepublik“ sorgten für die Sicherheit der russischen Autokolonne auf dem ukrainischen Territorium. Das Außenministerium in Moskau bestätigte, dass alle Lastwagen die Ukraine verlassen haben. „Der russische humanitäre Konvoi befindet sich auf dem Territorium der Russischen Föderation“, teilte Außenamtssprecherin Marija Sacharowa am Samstag RIA Novosti mit.

    Russland hatte am 12. August einen Hilfskonvoi in die Ost-Ukraine geschickt, wo wegen der andauernden Kämpfe eine humanitäre Katastrophe droht. Eine Kolonne aus mehr als 280 Kamaz-Lkws hat unter anderem 400 Tonnen Grütze, 100 Tonnen Zucker, 62 Tonnen Kindernahrung, 54 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente, 12.000 Schlafsäcke und 69 Kraftwerke geladen. Die Aktion begann unter der Ägide und Kontrolle des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, das die Verteilung der Hilfsgüter auf dem ukrainischen Territorium übernehmen sollte.

    Seit dem 15. August wartete der Konvoi vor der ukrainischen Grenze auf eine Einfuhrgenehmigung der ukrainischen Behörden, die geladenen Hilfsgüter wurden von der Ukraine und vom Roten Kreuz teilweise kontrolliert. Nachdem die ukrainische Seite am 21. August die Genehmigung ein weiteres Mal ausgesetzt hat, ließ Moskau den Konvoi am Freitag nach Lugansk starten. Das russische Außenministerium warf Kiew vor, bewusst gezögert zu haben, um Lugansk und Donezk vor dem ukrainischen Unabhängigkeitstag am 24. August zu „säubern“. Deshalb habe Russland beschlossen, zu handeln. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) weigerte sich aus Sicherheitsgründen, den Hilfstransport auf dem ukrainischen Territorium zu eskortieren.

    Die Regierung in Kiew, aber auch die Nato beschuldigten Moskau, gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben. Daraufhin erinnerte der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin daran, dass die Ukraine bereits am 12. August in einer Note dem russischen Hilfstransport offiziell zugestimmt hatte.

     

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