08:15 19 Januar 2018
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    Airbus A-320 der Fluggesellschaft Aeroflot

    EU-Sanktionskrieg gegen Russland: Aeroflot-Chef fürchtet keine Gewinneinbußen

    © Sputnik/ Dmitri Petrochenko
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    Sanktionen gegen Russland (857)
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    Laut dem Generaldirektor von Aeroflot, Vitali Saweljew, wird diese größte russische Fluggesellschaft auch im Falle weiterer EU-Sanktionen gegen Russland und eines Überflugverbotes über Sibirien als Antwortmaßnahme gegen europäische Airlines ein stabiles Unternehmen bleiben - trotz Royalty-Verlust.

    Laut dem Generaldirektor von Aeroflot, Vitali Saweljew, wird diese größte russische Fluggesellschaft auch im Falle weiterer EU-Sanktionen gegen Russland und eines Überflugverbotes über Sibirien als Antwortmaßnahme gegen europäische Airlines ein stabiles Unternehmen bleiben - trotz Royalty-Verlust. 

    Wie die Zeitung „Wedomosti“ Anfang August unter Berufung auf einen ranghohen Staatsbeamten schrieb, erwägen die russischen Behörden seit der Verhängung der ersten Sanktionen gegen Russland  durch die EU eine Einschränkung der Transitflüge für europäische Fluggesellschaften. Die Situation hat sich zugespitzt, als die Aeroflot-Billigtochter Dobrolet ihren Betrieb einstellen musste und die Ukraine russische Fluggesellschaften für ihre Flüge auf die Halbinsel Krim mit Strafen belegt hatte. 

    Aeroflot erhält gegenwärtig von westlichen Fluggesellschaften Royalties für ihre Sibirien-Überflüge in Höhe von insgesamt rund 300 Millionen US-Dollar im Jahr. „Sollten für europäische Flugunternehmen die Sibirien-Überflüge mit Aeroflot, die Navigationsgebühren dafür erhält, als Antwortmaßnahme verboten werden, wird nichts geschehen“, so Saweljew. Der Aeroflot-Chef hofft, dass es nicht dazu kommen wird. “Denn derartige Restriktionen könnten den Flugverkehr insgesamt zum Stillstand bringen. Die Geschäftstätigkeit darf nicht in die Politik hineingezogen werden“, so Saweljew.

    Dem Aeroflot-Chef zufolge wird die Luftfahrtbranche durch die ungünstige politische Situation beeinträchtigt. „Am Samstag durfte unser Pilot seine Maschine in Kiew nicht verlassen und konnte sich also nach dem Flug nicht richtig ausruhen. So etwas passierte nicht zum ersten Mal“, sagte Saweljew.

    Wegen Umleitungsflügen außerhalb der Ukraine muss Aeroflot laut dem Generaldirektor mehr als 20 Millionen US-Dollar Einbußen im Jahr hinnehmen. Aber die Fluggesellschaft wolle die hohen Kosten vorerst nicht auf die Fluggäste abwälzen, auch bitte sie vom Staat kein Geld. „Wir wollen erst einmal abwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird“, so der Aeroflot-Chef.

    Westliche Fluggesellschaften, vor allem Lufthansa, British Airways und Air France, nutzen jetzt  für ihre Flüge nach Asien die kürzeste, über Sibirien verlaufende Route und bezahlen die Routennutzung bei Aeroflot.

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