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04:45 17 Oktober 2019
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    Streit unter Ex-Sowjetrepubliken: Erneut Schießerei an kirgisisch-tadschikischer Grenze

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    Ein erneuter Konflikt an einem umstrittenen Abschnitt der Staatsgrenze zwischen den mittelasiatischen Staaten Kirgistan und Tadschikistan ist am Montag in einen Schusswechsel zwischen Grenzern der beiden Länder ausgeartet, wie die Sprecherin des kirgisischen Grenzschutzes, Gulmira Borubajewa, RIA Novosti am Dienstag sagte.

    Ein erneuter Konflikt an einem umstrittenen Abschnitt der Staatsgrenze zwischen den mittelasiatischen Staaten  Kirgistan und Tadschikistan ist am Montag in einen Schusswechsel zwischen Grenzern der beiden Länder ausgeartet, wie die Sprecherin des kirgisischen Grenzschutzes, Gulmira Borubajewa, RIA Novosti am Dienstag sagte. 

    Die Situation an der Grenze zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken ist seit Jahresanfang äußert angespannt. Seitdem gab es eine Serie von bewaffneten Auseinandersetzungen. So waren im Juli bei einer Schießerei ein tadschikischer Grenzsoldat getötet und sieben weitere verletzt worden. Kirgisische Grenzer kamen nicht zu Schaden.

    Laut Borubajewa wurde der jüngste Konflikt durch Handlungen der tadschikischen Grenzer ausgelöst, die versucht hatten, an dem umstrittenen Grenzabschnitt einen Grenzposten aufzustellen.

    „Bürger Tadschikistans versuchten, mit Hilfe eines Baggers eine Brücke über den Fluss Gulkandos zu zerstören, über die Einwohner Kirgistans in das Gebiet Sai gelangen können“, so Borubajewa. Ihr zufolge forderten die kirgisischen Grenzer die andere Seite auf, mit der Zerstörung der Brücke aufzuhören und den Posten an dem nicht vereinbarten Grenzabschnitt aufzuheben. Daraufhin hätten die Tadschiken Steine auf sie geworfen und das Feuer eröffnet, das von kirgisischer Seite erwidert worden sei. Laut Borubajewa wurde von tadschikischer Seite mit Granatwerfern geschossen.

    Nach dem Zwischenfall wurde der kirgisische Grenzschutz auf verstärkten Dienst umgestellt. RIA Novosti liegen noch keine Kommentare der tadschikischen Seite vor.

    Die kirgisisch-tadschikische Staatsgrenze ist rund 1000 Kilometer lang. Seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 haben die beiden Staaten keine Einigung über mehr als 70 umstrittene Abschnitte der Grenze erzielen können.

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