17:16 19 Juli 2018
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    Russland warnt vor bewaffneter Aggression gegen Krim

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    Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (420)
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    Der Sicherheitsrat in Moskau hat am Dienstag vor einem bewaffneten Überfall auf die Schwarzmeerhalbinsel Krim gewarnt, die sich im März mit Russland wiedervereinigt hatte.

    Der Sicherheitsrat in Moskau hat am Dienstag vor einem bewaffneten Überfall auf die Schwarzmeerhalbinsel Krim gewarnt, die sich im März mit Russland wiedervereinigt hatte.

    „Die Krim gehört heute zur Russischen Föderation“, sagte der stellvertretende Sekretär des Sicherheitsrats, Michail Popow in einem Interview für RIA Novosti. „Eine bewaffnete Aggression gegen die Krim wird als eine Aggression gegen die Russische Föderation gewertet werden - mit allen daraus resultierenden Folgen.“ Die Schwarzmeerflotte und die Truppen auf der Krim haben für die militärische Sicherheit zu sorgen und seien in der Lage „die Intervention eines potentiellen Aggressors abzuwehren“, betonte Popow.

    Bereits im Juli hatte der neue ukrainische Verteidigungsminister Valeri Geletej gedroht, eine ukrainische „Siegesparade in Sewastopol", der größten Stadt der Krim, durchzuführen. Damit setzte er Spekulationen über einen möglichen Militäreinsatz Kiews auf der Krim in Gang.

    Die Krim hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „schenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 blieb die von Russen dominierte Krim automatisch in der Ukraine.

    Am 16. März 2014 stimmte die Krim-Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation. Zwei Tage später unterzeichneten der russische Präsident Wladimir Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte.

    Die Regierung in Kiew betrachtet die Krim noch immer als ihr Hoheitsgebiet. Der neue Präsident Pjotr Poroschenko versprach nach seinem Wahlsieg im Mai die Halbinsel in die Ukraine zurückzuholen.

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