18:49 22 Juli 2018
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    Kämpfe am Donbass: Ukraine lässt verletzte Soldaten in Deutschland behandeln

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Die Ukraine lässt Soldaten, die bei den Kämpfen am Donezbecken verletzt worden sind, in deutschen Kliniken behandeln. Ein Sonderflugzeug der Bundeswehr soll am Dienstag aus Kiew 20 Verletzte abholen, wie Olga Bogomolez, Beraterin des ukrainischen Staatschefs Pjotr Poroschenko, mitteilte.

    Die Ukraine lässt Soldaten, die bei den Kämpfen am Donezbecken verletzt worden sind, in deutschen Kliniken behandeln. Ein Sonderflugzeug der Bundeswehr soll am Dienstag aus Kiew 20 Verletzte abholen, wie Olga Bogomolez, Beraterin des ukrainischen Staatschefs Pjotr Poroschenko, mitteilte.

    „20 besonders schwer verletzte ukrainische Armeeangehörige werden heute, am 2. September, mit einem Flugzeug zur Behandlung nach Deutschland geschickt“, schrieb Bogomolez auf Facebook. Nach ihren Angaben haben sich die Soldaten bei den Gefechten in Ilowajsk Verletzungen zugezogen. „Die Entscheidung über ihre Behandlung in Deutschland wurde auf Präsidentenebene getroffen.“ Eine Sondermaschine der Bundeswehr werde die Verletzten im Kiewer Flughafen Borispol abholen und zur Behandlung nach Koblenz, Ulm, Berlin und Hamburg fliegen.

    Präsident Poroschenko hatte am Montag die Ärztin Bogomolez zu seiner Beraterin ernannt und damit beauftragt, in militärischen Krankenhäusern Schwerverletzte auszusuchen, die in der Ukraine nicht behandelt werden können.  In der vergangenen Woche hatten die ostukrainischen Milizen im Gebiet Donezk eine groß angelegte Offensive gegen die Regierungstruppen begonnen und im Raum Ilowajsk nach unbestätigten Berichten tausende Soldaten in einen Kessel getrieben. Am Samstag warb Poroschenko in Brüssel um militärtechnische Hilfe für sein Land. Aufgrund einer Vereinbarung mit den Milizen wurden mehrere ukrainische Soldaten aus dem Kessel gelassen. Am gestrigen Montag teilte der Chef des ukrainischen Zentrums für Gefangenentausch, Wladimir Ruban, mit, dass 680 Armeeangehörige im Raum Donezk in Gefangenschaft seien.

    Eingekesselt im Südosten der Ukraine

     

    In der Ost-Ukraine dauern seit April Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Der Militäreinsatz hat nach UN-Angaben von Anfang August mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet.

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