18:34 16 Juli 2018
SNA Radio
    Politik

    Ost-Ukraine: Milizen überstellen Kiew 300 Kriegsgefangene

    Politik
    Zum Kurzlink
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    0 0 0

    Die Volksmilizen im ostukrainischen Gebiet Donezk haben seit Montag nach eigenen Angaben 300 gefangene und 72 verletzte Soldaten an die ukrainischen Behörden überstellt.

    Die Volksmilizen im ostukrainischen Gebiet Donezk haben seit Montag nach eigenen Angaben 300 gefangene und 72 verletzte Soldaten an die ukrainischen Behörden überstellt.

    „In den vergangenen 24 Stunden sind 300 Gefangene, 72 Verletzte und 35 Tote an Vertreter der Junta in Donezk und Umgebung übergeben worden“, teilte die von Kiew abtrünnige „Donezker Volksrepublik“ (DVR) am Dienstag mit. Nach Angaben der Milizen sind seit Montag 57 ukrainische Nationalgardisten bei den Kämpfen getötet und 111 weitere Soldaten der Regierungsarmee gefangen genommen worden. Zudem sei mindestens ein Zivilist umgekommen. Die Armee der DVR setze ihre Offensive fort und habe Pawlogradskoje, Nowoamwrosijewskoje und vier weitere Ortschaften südöstlich von Donezk von Kiew-treuen Streitkräften „befreit“, hieß es. „Es ist geplant, die Stadt Mariupol in den nächsten Tagen zu befreien.“

    In der vergangenen Woche hatten die ostukrainischen Milizen im Gebiet Donezk eine groß angelegte Offensive gegen die Regierungstruppen begonnen und im Raum Ilowajsk nach unbestätigten Berichten tausende Soldaten in einen Kessel getrieben. Aufgrund einer Vereinbarung mit den Milizen wurden mehrere ukrainische Soldaten aus dem Kessel gelassen. Am gestrigen Montag teilte der Chef des ukrainischen Zentrums für Gefangenentausch, Wladimir Ruban, mit, dass 680 Armeeangehörige im Raum Donezk in Gefangenschaft seien.

    Eingekesselt im Südosten der Ukraine

    Die Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern in der Ost-Ukraine dauern seit April an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Der Militäreinsatz hat nach UN-Angaben von Anfang August mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet.

    Themen:
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren