20:41 12 Dezember 2019
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    Moskau appelliert an Westen: Kiew muss Unrecht gegen Journalisten stoppen

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    Moskau fordert die Völkergemeinschaft auf, ihren Einfluss geltend zu machen, damit Kiew seine Praktiken der Behinderung der Arbeit von Journalisten einstellt, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung des russischen Außenministeriums hervorgeht.

    Moskau fordert die Völkergemeinschaft auf, ihren Einfluss geltend zu machen, damit Kiew seine Praktiken der Behinderung der Arbeit von Journalisten einstellt, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung des russischen Außenministeriums hervorgeht. 

    Wie Dmitri Kisseljow, Generaldirektor der Internationalen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya, zuvor mitteilte, war der Anfang August in der Ukraine verschollene Fotoreporter der Agentur Andrej Stenin vor knapp einem Monat im Raum von Donezk umgekommen. Das Auto, mit dem er im Redaktionsauftrag gefahren war, wurde auf einer Chaussee beschossen und verbrannt. Laut dem amtlichen Sprecher des russischen Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, wurde der Journalist bei einem Angriff ukrainischer Militärs auf Volksmilizen und Flüchtlinge getötet.

    Das russische Außenministerium verweist darauf, dass Russland „innerhalb von mehreren Monaten vier Journalisten in der Ukraine verloren hat“. Dies sei eine beispiellose Situation, auch im Vergleich zu den  anderen blutigen bewaffneten Konflikten der letzten Jahre, heißt es.  

    „Die rechtswidrigen Praktiken der Behinderung der Journalistentätigkeit, darunter Angriffe, Morde sowie unrechtmäßige Festnahmen und Entführungen von für Kiew ungenehmen Medienmitarbeitern, muss unverzüglich gestoppt werden“, unterstreicht das Außenministerium.

    „Wir erwarten eine entsprechende entschiedene Einwirkung auf Kiew durch die Völkergemeinschaft, darunter durch die USA und die Länder der Europäischen Union, die sich um die Rede- und Medienfreiheit in anderen Ländern und Regionen der Welt so sehr kümmern.“ 

    Das Außenministerium unterstreicht unter Berufung auf die von Rossya Segodnya veröffentlichten Informationen, darunter zu den Ergebnissen einer Expertise der sterblichen Reste Stenins, dass dieser barbarische Mord von ukrainischen Militärs und Nationalgardisten begangen wurde. Sie hatten laut Augenzeugenberichten das Territorium kontrolliert, wo unter anderem das durch Beschuss zerstörte Auto mit den Überresten Stenins gefunden wurde. 

    Das Außenministerium bringt auch die Hoffnung zum Ausdruck, dass die westlichen Gönner Kiews bei der Einschätzung der katastrophalen Situation um die Menschenrechte in der Ukraine, deren Führung so sehr in die „zivilisierte europäische Familie“ strebt, auf Heuchelei und Doppelzüngigkeit verzichten werden.

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