17:17 18 November 2019
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    Kiew: Ermittlung zum Tod des russischen Reporters Stenin unmöglich

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    Nach dem Tod des russischen Bildreporters Andrej Stenin in der Ost-Ukraine fordern Moskau und internationale Organisationen eine objektive Ermittlung. Die ukrainische Regierung und Milizen machen sich gegenseitig für die Erschießung des 33-Jährigen verantwortlich.

    Das Innenministerium in Kiew ist nach eigenen Angaben nicht in der Lage, eine Untersuchung durchzuführen.

    Nach dem Tod des russischen Bildreporters Andrej Stenin in der Ost-Ukraine fordern Moskau und internationale Organisationen eine objektive Ermittlung. Die ukrainische Regierung und Milizen machen sich gegenseitig für die Erschießung des 33-Jährigen verantwortlich. Das Innenministerium in Kiew ist nach eigenen Angaben nicht in der Lage, eine Untersuchung durchzuführen.

    Der Fotokorrespondent der Medienholding „Rossiya Segodnya“ wurde seit dem 5. August vermisst. Am heutigen Mittwoch teilte „Rossiya Segodnya“-Chef Dmitri Kisseljow unter Verweis auf Ermittler mit, dass Stenin vor rund einem Monat im Raum Donezk getötet worden sei. Das Auto, mit dem er im Redaktionsauftrag gefahren war, sei auf einer Autostraße beschossen und verbrannt worden.

    Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew forderte, die Schuldigen zu finden und zu bestrafen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch, aber auch Journalistenverbände vieler Staaten forderten eine unparteiische und umfassende Ermittlung. Der Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, bezeichnete es als unvertretbar, dass Journalisten im Ukraine-Konflikt sterben.

    Nach Angaben des russischen Ermittlungskomitees begleitete der Reporter eine Flüchtlingskolonne, die vom ukrainischen Militär angegriffen wurde. Der ukrainische Sicherheits- und Verteidigungsrat bestritt dies. Das Innenministerium in Kiew machte die Volksmilizen für den Angriff auf die Zivilisten-Kolonne verantwortlich. Die Führung der von Kiew abtrünnigen „Donezker Volksrepublik“ beschuldigte ihrerseits den „Rechten Sektor“, der seit April auf der Seite der Regierungsarmee gegen die Milizen in der Ost-Ukraine kämpft. DVR-Sicherheitsminister Leonid Baranow mutmaßte, dass der russische Reporter von Schlägern der ultranationalistischen Bewegung gefangen genommen worden war. „Als klar wurde, dass kein Lösegeld gefordert werden kann, wurde er umgebracht.“

    Anton Geraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow, teilte unterdessen mit, dass die ukrainischen Behörden keine Möglichkeit hätten, den Tod von Stenin zu untersuchen, denn sie hätten keinen Zugang zu dem Gebiet, in dem der Reporter getötet wurde.

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