13:15 04 Dezember 2016
Radio
    „Projekt Mauer“: Ukraine baut „echte Grenze“ zu Russland

    „Projekt Mauer“: Ukraine baut „echte Grenze“ zu Russland

    © Sputnik/ Valery Melnikov
    Politik
    Zum Kurzlink
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    0 538219

    Vor dem Hintergrund der Kämpfe gegen Volksmilizen in der Ost-Ukraine will die Regierung in Kiew eine befestigte Grenze zu Russland bauen. Regierungschef Arsenij Jazenjuk hat am Mittwoch den Beginn des Projekts „Mauer“ angekündigt, das in sechs Monaten abgeschlossen werden soll.

    Vor dem Hintergrund der Kämpfe gegen Volksmilizen in der Ost-Ukraine will die Regierung in Kiew eine befestigte Grenze zu Russland bauen. Regierungschef Arsenij Jazenjuk hat am Mittwoch den Beginn des Projekts „Mauer“ angekündigt, das in sechs Monaten abgeschlossen werden soll.

    „Wir beginnen das Projekt Mauer“, sagte Jazenjuk in einer Regierungssitzung in Kiew. „Es handelt sich um den Bau einer realen Grenze zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation.“ Ob das Projekt wirklich den Bau einer Mauer entlang der 2000 km langen Grenze vorsieht, blieb unklar. Zudem sprach sich Jazenjuk dafür aus, Russland in der neuen Militärdoktrin der Ukraine als „Aggressor“ zu definieren.

    In der Ost-Ukraine dauern seit April Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Kiew aber auch die USA und EU-Staaten werfen Moskau vor, die Regimegegner in den Protestregionen Donezk und Lugansk zu unterstützen beziehungsweise nicht genug für eine Deeskalation zu tun. Moskau weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück und fordert von Kiew ein Ende des Militäreinsatzes, der nach UN-Angaben vom Angang August mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet hat.

    Themen:
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Top-Themen