06:20 22 November 2017
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    Abgeordneter beantragt Sperrung von Euronews in Russland wegen Beleidigung Putins

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    Der Abgeordnete der Staatsduma (russisches Unterhaus) Michail Markelow hat bei Roskomnadzor (Föderaler Aufsichtsdienst für Fernsprechwesen, Informationstechnologien und Massenkommunikation) sowie bei der Generalstaatsanwaltschaft Russlands beantragt, den TV-Sender Euronews in Russland zu sperren, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Montag.

    Der Abgeordnete der Staatsduma (russisches Unterhaus) Michail Markelow hat bei Roskomnadzor (Föderaler Aufsichtsdienst für Fernsprechwesen, Informationstechnologien und Massenkommunikation) und bei der Generalstaatsanwaltschaft Russlands beantragt, den TV-Sender Euronews in Russland  zu sperren, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Montag.

    Grund dafür sei ein Beitrag, in dem ukrainische Sicherheitskräfte bei einer Schießübung ein Porträt des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit aufgemaltem Hitler-Bärtchen als Zielscheibe verwendet haben.

    Die gezeigten Bilder schüren Hass und Feindschaft und seien eine Erniedrigung der menschlichen Würde nicht nur des russischen Präsidenten, sondern auch des ganzen russischen Volkes, das den Zweiten Weltkrieg durchgemacht habe, hieß es.

    Es handle sich dabei um einen weiteren Beweis für die europäische Doppelmoral-Politik, so Markelow. „Das Ziel dieses Tricks besteht darin, Europa gegen Russland einzustellen, das nie Merkel als ‚Eva Braun‘ ziegen oder einen Bericht senden würde, in dem Menschen, in Ku-Klux-Klan-Roben gekleidet, ein Obama-Bild verunstalten.“

    Es sei eine Erniedrigung und Beleidigung des russischen Staatschefs, „was das zivilisierte und politisch korrekte Europa nicht schmückt“. Aus der Sicht des Abgeordneten gibt es genügend Grund für die Einleitung eines Strafverfahrens. 

    Die „phantastische Engagiertheit und Inobjektivität“ von Euronews – insbesondere in Bezug auf die Ukraine-Krise – ist frappierend, wie die Vizechefin der Informations- und Presseabteilung des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, zuvor geäußert hatte.

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