22:19 22 Oktober 2018
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    IS-Selbstmordattentäter aus Deutschland operieren in Syrien und Irak - Zeitung

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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Die Anzahl der aus Deutschland stammenden Selbstmordattentäter, die im Irak und in Syrien Anschläge verüben, steigt nach Erkenntnis der Bundesregierung in besorgniserregendem Tempo, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch.

    Die Anzahl der aus Deutschland stammenden Selbstmordattentäter, die im Irak und in Syrien Anschläge verüben, steigt nach Erkenntnis der Bundesregierung in besorgniserregendem Tempo, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch.

    Mindestens fünf Anschläge seien sicher Tätern aus Deutschland zuzuordnen, drei bis vier weitere Attentate würden derzeit noch untersucht, so die Zeitung unter Berufung auf eigene Quellen sowie auf NDR und WDR.

    Fast alle Selbstmordaktionen deutscher Dschihadisten im Auftrag des Islamischen Staates (IS) wurden in diesem Jahr im Irak verübt, vor allem in den Kurden-Gebieten im Norden, aber auch in Bagdad, heißt es weiter. Die Täter seien nicht nur "Almanis", wie die Deutschen genannt werden, sondern stammen auch aus anderen europäischen Ländern.

    Laut der Zeitung haben die Behörden in Bagdad einen Mann verhaftet, den sie für einen hochrangigen IS-Funktionär halten. Dieser gestand, im Juli einen deutschen Selbstmordattentäter in den Süden Bagdads gefahren zu haben, wo der Deutsche einen Anschlag verübte, bei dem 54 Menschen starben.

    Die nordrhein-westfälischen Behörden gehen mit "großer Wahrscheinlichkeit" davon aus, dass es sich dabei um einen 21-jährigen Deutschen aus Ennepetal handelte, die Familie bestreitet den Vorwurf. Der inhaftierte IS-Mann sagte weiter aus, er habe in einem Haus des IS in Falludscha drei weitere Deutsche getroffen, die noch auf ihren Einsatz warteten.

    Zwar habe es auch in Afghanistan Attentate Deutscher gegeben, aber nur vereinzelt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht von einer "neuen Dimension".

    Die mit Al-Qaida verbundene Dschihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) ist während der Kämpfe gegen die Regierungstruppen in Syrien erstarkt und hat sich dabei den Ruf als eine besonders brutale islamistische Terrorgruppierung erworben. Vor einigen Monaten verstärkten sich die IS-Aktivitäten im Irak. Die radikal-islamische Gruppe nutzte die Unzufriedenheit der irakischen Sunniten mit der Politik von Bagdad und leitete eine Großoffensive gegen die nördlichen und nordwestlichen Provinzen des Irak ein. Die IS-Kämpfer haben große Gebiete im Norden des Irak und in Syrien erobert und dort ein Kalifat ausgerufen.

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