15:19 19 Juli 2018
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    Russland-Sanktionen treffen deutsche Werkzeugmaschinen-Bauer - Zeitung

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    Sanktionen gegen Russland (857)
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    Deutschlands Werkzeugmaschinen-Bauer erleiden Schaden wegen der Russland Sanktionen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Mittwoch.

    Deutschlands Werkzeugmaschinen-Bauer erleiden Schaden wegen der Russland Sanktionen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Mittwoch.

    „Wir standen schon vor drei großen Abschlüssen, nun sind sie nicht zustande gekommen“, zitiert die Zeitung Dirk Wember, Inhaber des Spezialmaschinenbauers Haas Schleifmaschinen.

    Ein halbes Jahr könnten diese Projekte vielleicht auf Eis bleiben, schätzt Wember. Wenn sich die Lage bis dahin nicht entspannt hat, werden sie wohl für immer verloren sein. Denn andere Nationen, insbesondere die Chinesen, versuchen nun, in Russland vorzudringen.

    Praktisch jeder Kunde in Russland, der bei deutschen Werkzeugmaschinenbauern neue Anlagen bestellt, sei ein Mischkonzern, der irgendwie auch mit der Rüstungsindustrie zu tun habe, so Wember. Und das heißt: Exporte sind kaum noch möglich.

    „Die russischen Kunden lechzen nach unseren Maschinen. Aber wir können im Augenblick nichts liefern“, sagt Luigi Maniglio, Geschäftsführer und Deutschland-Chef des taiwanesischen Konzerns FFG, unter dessen Dach eine ganze Reihe traditionsreicher deutscher Maschinenbauer vor einigen Monaten ihre neue Heimat gefunden hat.

    Etwa 11 Prozent des Jahresumsatzes von 180 Millionen Euro macht die deutsche FFG mit Russland, 15 bis 20 Millionen Euro Umsatz seien damit gefährdet. „Natürlich besorgt uns das“, sagt Maniglio. „Wir hoffen sehr, dass es eine politische Lösung des Konflikts in den nächsten Monaten gibt.“

    Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts hatten die EU und die USA in diesem Jahr bereits in vier Etappen Sanktionen gegen Russland verhängt. Die westlichen Staaten werfen Moskau vor, die bewaffneten Regimegegner in den ostukrainischen Regionen Donezk und Lugansk zu unterstützen beziehungsweise nicht genug für eine Deeskalation zu tun. Nach dem dritten Sanktionspaket erließ Russland  ein Importverbot für zahlreiche Agrarprodukte aus den Ländern , die Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängt hatten. Das sind die USA, die EU-Länder, Kanada, Australien und Norwegen.

    Am 12. September verhängten die USA und die EU erneut schärfere Sanktionen gegen Russland, obwohl die ukrainische Regierung und die von Kiew abtrünnigen „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk sieben Tage davor unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand und weitere Schritte zur friedlichen Konfliktlösung vereinbart hatten.

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