18:49 22 Juli 2018
SNA Radio
    Wrackteile der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    Malaysia-Airlines-Absturz: 30 Millionen Dollar Kopfgeld ausgesetzt

    © Sputnik / Mikhail Voskresensky
    Politik
    Zum Kurzlink
    Malaysische Boeing über Ukraine abgestürzt (299)
    0 0 0

    Eine Belohnung von 30 Millionen Dollar ist für Informationen über die Verantwortlichen für den Abschuss der Passagiermaschine des Fluges MH17 der Malaysia Airlines über der Ostukraine ausgesetzt, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“ am Mittwoch unter Berufung auf einen Privatermittler.

    Eine Belohnung von 30 Millionen Dollar ist für Informationen über die Verantwortlichen für den Abschuss der Passagiermaschine des Fluges MH17 der Malaysia Airlines über der Ostukraine ausgesetzt, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“ am Mittwoch unter Berufung auf einen Privatermittler.

    Nachdem auch neun Wochen nach der Katastrophe das internationale Ermittlerteam keine Erkenntnisse zu den Ursachen des Absturzes liefern kann, teilte Josef Resch von der Wirtschaftsfahndung Wifka mit, ein anonymer Auftraggeber lobte für Hinweise auf die Hintermänner des mutmaßlichen Abschusses das besagte Kopfgeld aus.

    „Für Hinweise, die belegen können, wer hinter der Tat steckt, steht den Hinweisgebern die ausgelobte Belohnung in Höhe von 30 Mio. Dollar zu. Die 30 Mio. Dollar sind sicher in der Schweiz (Zürich) hinterlegt. Das Geld wird in Zürich oder einem gewünschten neutralen Ort ausbezahlt“, heißt es in einem Aufruf auf der Internetseite der Firma Wifka. "Eine neue Identität wird auf Wunsch durch den Auftraggeber zugesichert."

    Es ist die größte Kopfgeldjagd der Geschichte, betont das Magazin. Selbst für Hinweise auf den Aufenthaltsort von al-Qaidas Nummer eins Osama Bin Laden hatte die US-Regierung 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

    Reschs Aufgabe ist es, die Hinweise zu sammeln, auszuwerten und zu verifizieren. Der Privatermittler ist überzeugt, dass die Belohnung Mitwisser der Tat animieren wird, auszupacken. „Jeder ist käuflich, es ist nur eine Frage der Summe“, sagt Resch.

    Wer hinter der Millionenofferte steckt, ist unbekannt. Nicht einmal der Privatermittler kennt die Identität seiner Auftraggeber. Gegenüber Capital sagte Resch, dass es mehrere Treffen in verschiedenen Ländern gegeben hätte.

    Resch vermutet, dass die Jagd politisch oder wirtschaftlich motiviert sei. „Wenn man sich fragt, wer so viel Geld investieren kann, bleiben nicht viele Möglichkeiten übrig“, sagt Resch. Theorien, wer hinter dem Auftrag steckt, hat er viele, und er möchte nichts ausschließen. Nicht einmal Geheimdienste. Vielleicht seien es russische Oligarchen.

    Er zweifelt nicht an der Ernsthaftigkeit seiner Auftraggeber. Allein für die Annahme des Auftrags hat er bereits 40.000 Euro erhalten, zudem weitere 500.000 Euro, die er im Erfolgsfall mit seinem Honorar verrechnen kann.

    Josef Resch arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Privatermittler. Oft für Konzerne und Unternehmen, aber auch für deutsche Behörden. Im Jahr 2012 wurde er einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als er auf den damals untergetauchten Hedgefondsmanager Florian Homm 1,5 Mio. Euro Kopfgeld ausgesetzt hatte.

    Vergangene Woche hatten die Niederlande einen vorläufigen Bericht über die Ursachen des Absturzes des Flugzeugs mit 298 Insassen veröffentlicht. Experten zufolge war die Boeing durch zahlreiche Objekte von außen durchlöchert worden und noch in der Luft auseinandergebrochen. Klarheit über die Quelle dieser „Objekte“ konnte vorerst nicht geschaffen werden.

    Themen:
    Malaysische Boeing über Ukraine abgestürzt (299)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren