15:11 22 August 2017
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    Krieg gegen Islamischen Staat: Irak schließt Eingreifen ausländischer Bodentruppen aus

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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Trotz des bislang wenig erfolgreichen Krieges gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) schließt die irakische Regierung eine ausländische Bodenoperation gegen die Dschihadisten aus.

    Trotz des bislang wenig erfolgreichen Krieges gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) schließt die irakische Regierung eine ausländische Bodenoperation gegen die Dschihadisten aus.

    „Die US-Luftangriffe gegen IS haben uns sehr geholfen“, sagte Regierungschef Haider al-Abadi am Donnerstag dem TV-Sender al-Arabia. „Doch ist ein Eingreifen ausländischer Bodentruppen nicht nötig und wir lehnen das strikt ab.“ Al-Abadi rief die Weltgemeinschaft zu Angriffen gegen IS in Syrien auf. „Die Gewalt wird weitergehen, wenn die IS-Stellungen in Syrien  nicht angegriffen werden“, sagte er. „Die Weltgemeinschaft und insbesondere die US-Regierung müssen Verantwortung an den Tag legen und etwas gegen IS in Syrien tun.“ Der irakische Premier betonte, dass sein Land keinen Krieg gegen Syrien wolle.

    Die radikale Bewegung IS (auch bekannt als Isis und Isil) kämpft seit Jahren gegen die Regierungsarmee in Syrien und konnte Anfang Sommer überraschend mehrere Gebiete im Nordirak unter ihre Kontrolle bringen. Am 29. Juni riefen die Dschihadisten in den besetzten Gebieten ein islamisches Kalifat aus, was bereits zu Hunderttausenden Flüchtlingen geführt hat. Die Regierung in Bagdad bat die Weltgemeinschaft um Hilfe, um den Vormarsch der Dschihadisten, die bereits Tausende „Ungläubige“ getötet haben, zu stoppen.

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