05:50 19 November 2017
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    Kiew trickst bei Gefangenenaustausch mit Volkswehr

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    Das ukrainische Militär hat nicht nur Volkswehr-Milizen, sondern auch Menschen, die niemals an den Kämpfen in der Ost-Ukraine teilgenommen hatten, gegen ehemalige Kriegsgefangene ausgetauscht, schreibt die Zeitung „New York Times“ am Donnerstag.

    Das ukrainische Militär hat nicht nur Volkswehr-Milizen, sondern auch Menschen, die niemals an den Kämpfen in der Ost-Ukraine teilgenommen hatten, gegen ehemalige Kriegsgefangene ausgetauscht, schreibt die Zeitung „New York Times“ am Donnerstag. 

    Der Zeitung zufolge war der Gefangenenaustausch zwischen der Volkswehr und Kiew gerecht.

    Unter OSZE-Vermittlung ließen beide Seiten je 28 ehemalige Kriegsgefangene frei, wonach Fragen aufkamen. 

    Wenn die Volkswehr der Zeitung zufolge eine Gruppe von Menschen freiließ, die tatsächlich Kriegsgefangene waren, so ließen die ukrainischen Behörden im Austausch gegen Kriegsgefangene eine Gruppe von Männern, Frauen und Halbwüchsigen in Sportanzügen und schmutziger Kleidung frei, die ihren Worten nach aus Gefängnissen in Kiew entlassen worden waren. 

    Wie die Zeitung weiter schreibt, berichteten viele Menschen nach dem Austausch, dass sie niemals auf der Seite der Volkswehr gekämpft hätten und nicht wissen, wie sie  Teilnehmer an diesem Austausch wurden.  

    Am 5. September fand in Minsk das zweite Treffen der Kontaktgruppe zur Regelung der Situation in der Ost-Ukraine statt. Die Kiewer Behörden und die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk einigten sich bei dem Treffen auf eine Waffenruhe, ein internationales Monitoring ihrer Einhaltung, den Gefangenenaustausch und die Öffnung humanitärer Korridore. Das ukrainische Militär und die Volkswehr werfen sich gegenseitig Verletzungen der Waffenruhe vor.