16:28 16 Februar 2019
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    Donezker Volkswehr bittet Russland um DNA-Identifizierung von Hunderten Leichen

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Die von Kiew abtrünnige „Donezker Volksrepublik“ (DVR) in der Ost-Ukraine hat nach den viereinhalb Monate langen Kämpfen mit der Regierungsarmee Hunderte unbekannte Leichen in den Leichenhallen und will Russland um Hilfe bei der Identifizierung bitten.

    Die von Kiew abtrünnige „Donezker Volksrepublik“ (DVR) in der Ost-Ukraine hat nach den viereinhalb Monate langen Kämpfen mit der Regierungsarmee Hunderte unbekannte Leichen in den Leichenhallen und will Russland um Hilfe bei der Identifizierung bitten.

    „Wir haben etwa 400 verstümmelte Körper im Leichenhaus, die nicht identifiziert werden konnten“, sagte  DVR-Vizepremier Andrej Purgin am Montag. Er mutmaßte, dass es sich bei den meisten um Zivilisten handele. „Wir werden russische Experten um die DNA-Analyse bitten.“

    Die Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern in der Ost-Ukraine hatten seit April angedauert. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Der Militäreinsatz kostete laut UN-Angaben mehr als 3000 Zivilisten das Leben.

    Am 5. September haben sich die ukrainische Regierung und die Führungen der von Kiew abtrünnigen Donezker und Lugansker „Volksrepubliken“ bei Friedensgesprächen in Minsk auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung geeinigt. Das Militär und die Milizen sehen zwar von Offensiven ab, dennoch wird fast täglich von Angriffen  und neuen Todesopfern auf beiden Seiten berichtet. Am 19. September vereinbarten die Konfliktgegner die Einrichtung einer 30 Kilometer breiten Pufferzone, um Verstöße gegen die Waffenruhe zu verhindern. Der Abzug schwerer Waffen hat bereits begonnen.

     

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