17:31 16 Februar 2019
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    Luftangriff in Lugansk

    Kämpfe in Ost-Ukraine: Russische Behörden ermitteln wegen Genozid

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    Das Ermittlungskomitee Russlands hat Ermittlungen wegen Genozid an der russischsprachigen Bevölkerung während des ukrainischen Militäreinsatzes in den ostukrainischen Gebieten Donezk und Lugansk aufgenommen. Dies teilte der Sprecher der Behörde Wladimir Markin am Montag mit.

    Das Ermittlungskomitee Russlands hat Ermittlungen wegen Genozid an der russischsprachigen Bevölkerung während des ukrainischen Militäreinsatzes in den ostukrainischen Gebieten Donezk und Lugansk aufgenommen. Dies teilte der Sprecher der Behörde Wladimir Markin am Montag mit.

    „Unidentifizierte Personen aus der politischen und militärischen Führung der Ukraine, der ukrainischen Streitkräfte, der Nationalgarde und dem ‚Rechten Sektor’ haben Befehle zur totalen Vernichtung russischsprachiger Bürger in der Donezker und Lugansker Republik erteilt“, sagte der Sprecher. Gegen diese Bevölkerung seien Raketenwerfer, Streumunition und taktische Raketen eingesetzt worden, wodurch mindestens 2500 Menschen getötet worden seien. Das Ermittlungskomitee Russlands habe ein Ermittlungsverfahren wegen Genozid eingeleitet.

    Die ostukrainischen Industrie-Gebiete Donezk und Lugansk hatten sich im Frühjahr zu unabhängigen „Volksrepubliken“ erklärt, nachdem ihre Bevölkerung bei einem Referendum für die Unabhängigkeit gestimmt hatte. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch gestürzt und eine neue, von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte. Diese Regierung schickte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen Donezk und Lugansk. Die Kämpfe zwischen Militär und Volksmilizen dauerten bis September an und kosteten laut UN-Angaben rund 3500 Zivilisten das Leben.

    Am 5. September haben sich die ukrainische Regierung und die Führungen der Donezker und Lugansker „Volksrepubliken“ bei Friedensgesprächen in Minsk auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung geeinigt.

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