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    Transnistrien: Ukraine behindert Versorgung russischer Friedenssoldaten

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    Die Ukraine behindert nach Angaben Transnistriens die Versorgungstransporte für die russischen Friedenssoldaten in dieser nicht anerkannten Dnjestr-Republik.

    Die Ukraine behindert nach Angaben Transnistriens die Versorgungstransporte für die russischen Friedenssoldaten in dieser nicht anerkannten Dnjestr-Republik.

    Der Transport von Ausrüstungen  und Versorgungsfrachten durch die Ukraine ist behindert“, sagte der Präsident von Transnistrien, Jewgeni Schewtschuk, am Donnerstag RIA Novosti. Dies sei besorgniserregend, denn das Friedenskontingent benötige Ausrüstungen, Uniformen und Technik, um seinen international vereinbarten Aufgaben nachkommen zu können. Eine Blockade der Friedensmission sei gefährlich, weil der politische Konflikt noch immer nicht beigelegt sei. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte bereits im April Moldawien und die Ukraine aufgefordert, mit der Blockade Transnistriens aufzuhören.

    Transnistrien ist der östlich des Dnjestrs gelegene Teil Moldawiens. Nach der Unabhängigkeit Moldawiens im Jahre 1991 erklärte auch das mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnte Transnistrien seine Unabhängigkeit, da eine Eingliederung Moldawiens in Rumänien im Gespräch war. Der Streit mit der moldawischen Regierung mündete in einen militärischen Konflikt, der durch die Vermittlung Russlands beigelegt werden konnte. Heute ist Transnistrien (offiziell "Transnistrische Moldawische Republik") de facto ein autonom agierender, international aber nicht anerkannter Staat innerhalb Moldawiens.

    Internationale Friedenskräfte sichern seit 1992 den Waffenstillstand in Transnistrien, dessen Bevölkerung bei einem Referendum 2006 mehrheitlich für die Unabhängigkeit des Gebietes stimmte. Das Friedenskontingent besteht aus 385 russischen, 403 moldawischen und 411 transnistrischen Soldaten sowie zehn Militärbeobachtern aus der Ukraine.

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