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19:14 17 Juli 2019
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    Transnistrien dementiert: Keine Kriegsvorbereitungen gegen Ukraine

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    Der Präsident von Transnistrien, Jewgeni Schewtschuk, hat Behauptungen aus Kiew, dass die nicht anerkannte Dnjestr-Republik Truppen an der Grenze zusammenziehe, als falsch zurückgewiesen.

    Der Präsident von Transnistrien, Jewgeni Schewtschuk, hat Behauptungen aus Kiew, dass die nicht anerkannte Dnjestr-Republik Truppen an der Grenze zusammenziehe, als falsch zurückgewiesen.

    Die Vorwürfe, dass Transnistrien eine Intervention in der Ukraine vorbereite und Truppen an der Grenze konzentriere, seien „Lügen“, sagte Schewtschuk am Donnerstag auf einer  Pressekonferenz in der Medienholding Rossiya Segodnya in Moskau. Er sähe dahinter den Versuch einiger politischer Kräfte in der Ukraine, einen Grenzkonflikt mit Transnistrien zu provozieren. Die Regierung in Tiraspol habe die OSZE-Mission in Chisinau (Moldawien) offiziell nach Transnistrien eingeladen, jedoch eine Absage erhalten, so Schewtschuk weiter. „Das ist merkwürdig. Wenn diese internationale Organisation vor Ort bestätigt hätte, dass es keine Kriegsvorbereitungen gibt, hätte es eine Entspannung gegeben.“

    Transnistrien ist der östlich des Dnjestrs gelegene Teil Moldawiens. Nach der Unabhängigkeit Moldawiens im Jahre 1991 erklärte auch das mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnte Transnistrien seine Unabhängigkeit, da eine Eingliederung Moldawiens in Rumänien im Gespräch war. Der Streit mit der moldawischen Regierung mündete in einen militärischen Konflikt, der durch die Vermittlung Russlands beigelegt werden konnte. Internationale Friedenskräfte sichern seit 1992 den Waffenstillstand in Transnistrien, dessen Bevölkerung bei einem Referendum 2006 mehrheitlich für die Unabhängigkeit des Gebietes stimmte. Heute ist Transnistrien (offiziell "Transnistrische Moldawische Republik") de facto ein autonom agierender, international aber nicht anerkannter Staat innerhalb Moldawiens.

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