08:33 25 Juli 2017
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    Uno-Menschenrechtsbehörde: Kiewer Streitkräfte verstoßen gegen humanitäre Rechte

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    Ermittlungen zum Mord an Zivilisten in Ostukraine (30)
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    Die den Streitkräften der Ukraine unterstellten bewaffneten Formationen verstoßen weiterhin gegen Prinzipien des internationalen humanitären Rechts, heißt es in einem Bericht der Beobachtermission des Amtes des Uno-Menschenrechtskommissars.

    Die den Streitkräften der Ukraine unterstellten bewaffneten Formationen verstoßen weiterhin gegen Prinzipien des internationalen humanitären Rechts, heißt es in einem Bericht der Beobachtermission des Amtes des Uno-Menschenrechtskommissars.

    Es handelt sich dabei um den 6. Bericht der Behörde, der die Lage in der Ukraine vom 18. August bis zum 16. September umfasst.

    „In diesem Zeitraum wurden die Grundlagen des internationalen humanitären Rechts weiterhin von bewaffneten Gruppen, einzelnen Einheiten und Freiwilligen-Bataillonen (einschließlich der dem Verteidigungsministerium der Ukraine unterstellten territorialen Bataillone) verletzt“, stellt die Behörde fest.

    In dem Bericht wird unter anderem auf Zeugenaussagen von Personen verwiesen, die von Vertretern der offiziellen Behörden Kiews bzw. von der ukrainischen Armee unterstellten bewaffneten Bataillonen verhaftet worden waren.  Diese Personen berichteten über schlechte Behandlung, Folterungen und Verweigerung von medizinischer Hilfe.

    Insgesamt waren laut dem Bericht im Zeitraum von Mitte April bis zum 25. August rund 1000 Personen festgenommen worden, die verdächtigt wurden, mit bewaffneten Formationen der Ostukraine in Verbindung zu stehen. Gegen Ende der vom Bericht umfassten Periode befanden sich noch 52 Personen in Haft.

    Besonders besorgniserregend für die Uno-Menschenrechtsmission sind die Berichte über andauernde Menschenverschleppungen, Erpressung und willkürliche Festnahmen, die von den Kiew unterstellten Bataillonen Aidar, Dnepr-1, Kiew-1 und Kiew-2 vorgenommen werden.

    Die Uno-Menschenrechtsbehörde fordert Kiew auf, die Armee und die bewaffneten Formationen strenger zu kontrollieren.

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