03:21 03 Dezember 2016
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    Massengräber in Ost-Ukraine: Moskau wirft Kiew Zynismus vor

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    Ermittlungen zum Mord an Zivilisten in Ostukraine (30)
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    Als zynisch hat das russische Außenministerium das jüngste Statement aus Kiew verurteilt, dass eine Ermittlung zu den Massengräbern in der Ost-Ukraine nur möglich sei, wenn die Region wieder unter Kontrolle der ukrainischen Regierung stehe.

    Als zynisch hat das russische Außenministerium das jüngste Statement aus Kiew verurteilt, dass eine Ermittlung zu den Massengräbern in der Ost-Ukraine nur möglich sei, wenn die Region wieder unter Kontrolle der ukrainischen Regierung stehe.

    Ein Sprecher des ukrainischen Außenamtes hatte geäußert, dass eine umfassende und objektive Ermittlung zu den Massengräbern erst dann beginnen könnte, wenn Kiew die volle Kontrolle über die betreffenden Gebiete zurückgewonnen habe. Diese Erklärung sei umso zynischer, „weil diese Verbrechen nach unseren Angaben begangen wurden, als diese Gebiete von den ukrainischen Militär- und Sicherheitskräften kontrolliert wurden“, sagte der russische  Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag.

    Die ostukrainischen Volksmilizen hatten am 23. September in der Bergbau-Siedlung Kommunar unweit von Nischnaja Krynka (60 Kilometer östlich von Donezk) Massengräber entdeckt. Bei vielen Leichen waren die Hände auf dem Rücken gefesselt. Medien und Menschenrechtler berichteten von mindestens 400 nicht identifizierten Leichen, die aus den Massengräbern geborgen worden seien. Nischnaja Krynka stand von April bis zum 21. September unter Kontrolle Kiew-treuer Verbände. Die Volkswehr beschuldigte die Nationalgarde, hinter den Morden zu stehen. Die Nationalgarde bestritt das, bestätigte jedoch, dass andere ukrainische Einheiten in der Region stationiert gewesen seien.

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