01:57 22 August 2017
SNA Radio
    Объявление результатов досрочных выборов в Верховную раду Украины

    Russischer Politologe: Neues ukrainisches Parlament oligarchisch geprägt

    © Sputnik/ Ramil Sitdikov
    Politik
    Zum Kurzlink
    Wahlen zum ukrainischen Parlament (46)
    0 11 0 0

    Die meisten Abgeordneten, die in das ukrainische Parlament einziehen werden, sind nach der Einschätzung des russischen Politikexperten und Duma-Abgeordneten Wjatscheslaw Nikonow Kreaturen von drei bis vier ukrainischen Oligarchen.

    Die meisten Abgeordneten, die in das ukrainische Parlament einziehen werden, sind nach der Einschätzung des russischen Politikexperten und Duma-Abgeordneten Wjatscheslaw Nikonow Kreaturen von drei bis vier ukrainischen Oligarchen.

    Die gegen die Oligarchen ausgerichtete Revolution habe zu einer „100-prozentigen Herrschaft von Oligarchen“, darunter auch von Präsident Poroschenko, geführt, sagte Nikonow am Montag nach Angaben des Pressedienstes der russischen Regierungspartei „Geeintes Russland“.

    Dem Experten zufolge hält die Mehrheit der Ukrainer die durchgeführten Wahlen für legitim, obwohl die niedrige Wahlbeteiligung (52,4 Prozent) dafür spreche, dass nicht alle dieser Meinung seien. Was die Rechtmäßigkeit der Wahlen betreffe, so liege die Situation in der Ukraine „nach der gewaltsamen Machenthebung von (Präsident) Janukowitsch außerhalb des Rechtsfeldes“, so der Politologe. „Aus dieser Sicht ist die Legitimität der Wahlen zweifelhaft. Sie wird auch von denjenigen Regionen, die faktisch  kein Teil der Ukraine mehr sind – den Volksrepubliken Donezk und Lugansk - nicht anerkannt“, so der Experte.

    Die vorgezogenen Parlamentswahlen in der Ukraine haben am Sonntag stattgefunden. Nach der Auszählung von 40 Prozent der Wählerstimmen nach Parteilisten liegt die Volksfront von Regierungschef Arsenij Jazenjuk mit 21,6 Prozent der Stimmen in Führung. Der Block von Präsident Pjotr Poroschenko kommt laut Hochrechnungen auf 21,51 Prozent. Zudem schaffen vorläufig vier weitere Parteien – die „Radikale Partei“ von Oleg Ljaschko, der „Oppositionsblock“ , die „Selbsthilfe“ des Bürgermeisters von Lwow, Andrej Sadowy, und die „Vaterlandspartei“ der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko - den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

    Themen:
    Wahlen zum ukrainischen Parlament (46)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren