23:33 17 August 2017
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    Italienischer Politiker: Russland verliert den Informationskrieg gegen Westen

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    Russland verliert laut dem italienischen Journalisten und Politiker Giulietto Chiesa den Informationskrieg gegen den Westen und sollte Kanäle für alternative Informationen schaffen, um seine Position besser an das internationale Publikum heranzutragen.

    Russland verliert laut dem italienischen Journalisten und Politiker Giulietto Chiesa (74) den Informationskrieg gegen den Westen und sollte Kanäle für alternative Informationen schaffen, um seine Position besser an das internationale Publikum heranzutragen.

    „In der Ukraine-Krise wurde die Position Russlands einfach unter den Tisch fallen gelassen: 500 Millionen Menschen wussten nicht, worum es geht“, sagte Chiesa am Montag auf einem internationalen Forum in der Medienholding Rossiya Segodnya. Nach seiner Einschätzung hört die Welt die russische Stimme nicht, „sondern sie hört nur die Stimme Amerikas“. Die europäischen Staats- und Regierungschefs seien unselbständig und richten sich bei wichtigen Entscheidungen nach den USA, so Chiesa, der von 2004 bis 2009 Abgeordneter im Europäischen Parlament war. „Keiner der europäischen Spitzenpolitiker kann Entscheidungen im Alleingang treffen – man hört ihre Telefone ab.“

    Die USA gewinnen laut Chiesa den Informationskrieg, denn sie konnten ein „System zum massenhaften Manipulieren der Gedanken“ aufbauen. „Im Kalten Krieg standen sich zwei Meinungen gegenüber. Heute gibt es im Westen keine Redefreiheit – weder in Amerika noch in Europa, wenn es um fundamentale Existenzprobleme der Menschen geht.“ Deshalb sollte Russland verstärkt Kanäle für Verbreitung alternativer Informationen aufbauen. Russland sei „das einzige ernstzunehmende Hindernis für die Dominanz der Ideen des Westens“, käme jedoch ohne Verbündete nicht aus, so Chiesa. Daher müsse Russland „ein gigantisches politisches und kulturelles Bündnis um sich herum bilden“.

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