15:46 01 Oktober 2016
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    Donezker Volkswehr will Kontrolle über Mariupol übernehmen

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Laut dem “Premier” der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (VRD), Alexander Sachartschenko, beabsichtigt die Volkswehr, in Zukunft die Hafenstadt Mariupol, die jetzt von den ukrainischen Einsatzkräften kontrolliert wird, unter eigene Kontrolle zu bringen, falls diese Frage nicht auf dem Verhandlungswege gelöst werden sollte.

    Laut dem “Premier” der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (VRD), Alexander Sachartschenko, beabsichtigt die Volkswehr, in Zukunft die Hafenstadt Mariupol, die jetzt von den ukrainischen Einsatzkräften kontrolliert wird, unter eigene Kontrolle zu bringen, falls diese Frage nicht auf dem Verhandlungswege gelöst werden sollte.

    „Wir führen jetzt Verhandlungen über Mariupol… Wenn eine friedliche Lösung nicht zustande kommen sollte, werden wir Gewalt anwenden“, sagte Sachartschenko am Donnerstag in Nowoasowsk (Gebiet Donezk)  bei einem Treffen mit  Wählern.

    Sachartschenko hatte früher geäußert, dass Mariupol neben Kramatorsk und Slawjansk entsprechend dem Abkommen über die Trennlinie zwischen  der VRD und der ukrainischen Führung weiterhin unter Kontrolle Kiews stehe. Späterhin wurde allerdings bekannt, dass Kiew die Unterschrift seines Vertreters unter dem genannten Dokument zurückgerufen hat.

    Der „1. Vizepremier“ der VRD, Andrej Purgin, hatte am Mittwoch darauf verwiesen, dass Kiew die Unterschrift seines Vertreters, General Dumanski, unter dem Dokument über die Trennlinie zwischen den Volkswehr-Milizen und den ukrainischen Militärkräften ohne Angabe von Gründen zurückgezogen hat. Der Sprecher des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Andrej Lyssenko, äußerte dazu: „Das, was es nicht gegeben hat, kann nicht zurückgerufen werden.“

    Im Südosten der Ukraine gilt ab dem 5. September eine Waffenruhe, die die Konfliktseiten unter Vermittlung Russlands und der OSZE vereinbart hatten. Die rivalisierenden Kräfte werfen einander vor, den Waffenstillstand mehrmals gebrochen zu haben. So kommt es immer wieder zu Schusswechseln am Flughafen von Donezk. Nach Angaben der VRD  nehmen ukrainische Militärkräfte regelmäßig Wohnviertel von Donezk unter Artilleriebeschuss, worauf die Volksmilizen mit Gegenfeuer reagieren.

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