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13:25 14 Oktober 2019
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    Russische Arktis-Truppen

    Russland baut mehr Flugplätze, Radare und Eisbrecher für Arktis

    © Foto: Russian Defense Ministry
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    Russland erschließt Arktis (171)
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    Russland will 13 militärische Flugplätze in seinem Teil der Arktis bauen. Vor Jahresende soll die Region mit Radaren komplett abgedeckt werden, berichten russische Medien Die bestehenden Stützpunkte werden angesichts des kommenden Winters mit Vorräten aktiv versorgt.

    Russland will 13 militärische Flugplätze in seinem Teil der Arktis bauen. Vor Jahresende soll die Region mit Radaren komplett abgedeckt werden, berichten russische Medien Die bestehenden Stützpunkte werden angesichts des kommenden Winters mit Vorräten aktiv versorgt.

    Die schwer zugänglichen arktischen Garnisonen der russischen Nordflotte haben genug Vorräte für die Wintersaison: Alle entsprechenden Versorgungs-Transporte wurden erfolgreich zu Ende gebracht. Das berichtete am Mittwoch der auf der Kola-Halbinsel ansässige regionale TV-Sender Murman.

    Wie es hieß, wurden insgesamt 100 Schiffstransporte während der Sommersaison für diese Zwecke absolviert. Insgesamt wurden 24.000 Tonnen Güter an verschiedene Standorte im russischen Teil der Arktis geliefert. Der entstehende Standort auf der Kotelny-Insel, die zu den Neusibirischen Inseln gehört, erhielt beispielsweise mehr als 2.500 Tonnen Brennstoff sowie rund 7.000 Tonnen Baustoffe und Baumaschinen.

    Auf der Wrangelinsel, die noch östlicher liegt, empfängt unterdessen der neugebaute Stützpunkt „Polarstern“ die Soldaten, wie der TV-Sender Swesda berichtete. Der Stützpunkt enthält sowohl Militäranlagen als auch moderne Wohnmodule, die den Soldaten ermöglichen sollen, von harten Wetterbedingungen unabhängig zu sein.

    Die Bauarbeiten laufen außerdem auf der Inselgruppe Nowaja Semlja, auf dem Franz-Josef-Land und auf der Schmidt-Nehrung an der Tschuktschensee. Das sagte Generalleutnant Michail Misinzew, der das Nationale Koordinationszentrum der Verteidigung leitet.

    Wie Misinzew erläuterte, wird die arktische Militär-Infrastruktur schrittweise ausgebaut, um Russlands militärische Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Insgesamt sollen 13 Flugplätze und zehn Radaranlagen in der Arktis gebaut werden.

    Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte in der laufenden Woche, vor Jahresende werde Russland seinen Teil der Arktis mit Radaren komplett abdecken. „Im Jahr 2015 werden wir darauf praktisch völlig gefasst sein, ungebetene Gäste aus dem Osten und aus dem Norden bei Bedarf zu empfangen“, so Schoigu. Wie er betonte, sollen all diese Maßnahmen zur Verteidigung der nationalen Interessen beitragen.
    Im April hatte Präsident Wladimir Putin eine groß angelegte Modernisierung arktischer Standorte für Kriegsschiffe und U-Boote angekündigt. Er forderte eine effizientere Bewachung der arktischen Seegrenze.

    Nach Angaben des russischen Katastrophenschutz-Ministeriums beträgt der Gesamtwert aller Rohstoffe im russischen Teil der Arktis mehr als 30 Billionen US-Dollar. Wie das Ministerium prognostiziert, wird Russland in Sachen Öl- und Gasförderung den arktischen Festlandsockel immer stärker ins Visier nehmen.

    Russland legt besonderen Wert auf den sogenannten Nördlichen Seeweg, d.h. auf Schiffstransporte entlang der arktischen Küste. Die Agentur Baltinfo zitierte am Mittwoch den Eisbrecher-Experten Alexej Schtrek vom Zentralen Forschungsinstitut der Seeflotte mit den Worten: „Derzeit wird die atomgetriebene Flotte erneuert. Praktisch alle in den 1970er und 1980er Jahren gebauten alten Eisbrecher der Arktika- und der Taimyr-Klasse werden allmählich ausgemustert (…) Gebaut werden Eisbrecher mit einer erhöhten Effizienz und mit einem neu konzipierten Atomantrieb, der neuen Anforderungen entspricht.“

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