01:28 17 November 2019
SNA Radio
    Politik

    Atomgespräche: Iran hält schnelle Einigung für unmöglich

    Politik
    Zum Kurzlink
    Atomstreit mit Iran (1447)
    0 20
    Abonnieren

    Bei den Atomverhandlungen in Wien hält es der Iran für unmöglich, ein Nuklearabkommen vor dem Ablauf der Frist am Montag zu vereinbaren, und plädiert für eine Verlängerung der Frist um bis zu ein Jahr.

    Bei den Atomverhandlungen in Wien hält es der Iran für unmöglich, ein Nuklearabkommen vor dem Ablauf der Frist am Montag zu vereinbaren, und plädiert für eine Verlängerung der Frist um bis zu ein Jahr.

    „Es ist nicht möglich, eine Einigung bis zum 24. November zu erzielen“, meldete die Agentur Reuters unter Verweis auf iranische Kreise. Nach Angaben der Agentur AFP erwägt der Iran eine Verlängerung der Frist um sechs bis zwölf Monate, sollte am Sonntag keine Einigung erzielt werden.

    Die neuen Gespräche zum umstrittenen iranischen Atomprogramm dauern seit Dienstag in Wien an. Die Sechsergruppe (fünf Veto-Mächte im Weltsicherheitsrat plus Deutschland) und Teheran verhandeln über ein Abkommen, das dem Iran die friedliche Nutzung der Atomtechnologie erlauben, zugleich aber verhindern soll, dass er Atomwaffen entwickelt. Laut Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier waren die Seiten noch nie so nah an einer Lösung, dennoch sei der Ausgang der Gespräche weiter offen.

    Der Iran steht bei der Weltgemeinschaft im Verdacht, unter dem Deckmantel seines Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Obwohl die Regierung in Teheran den zivilen Charakter ihrer Atomaktivitäten beteuert, hat der UN-Sicherheitsrat bereits mehrere Resolutionen mit Sanktionen verabschiedet. Parallel dazu versuchen die sechs Vermittler Russland, USA, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland seit 2003, den Iran auf dem Verhandlungsweg von der Urananreicherung abzubringen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Atomstreit mit Iran (1447)