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03:42 13 November 2019
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    Snowden erhält Friedenspreis des Vereins “Die Anstifter”

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    US-Abhörskandal (486)
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    Der jährliche Friedenspreis der Bürgerinitiative „Die Anstifter“ geht 2014 an den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, berichtet der Verein auf seiner Internetseite.

    Der jährliche Friedenspreis der Bürgerinitiative „Die Anstifter“ geht 2014 an den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, berichtet der Verein auf seiner Internetseite.

    Mit dem mit 5000 Euro dotierten Preis ehrt die Organisation alljährlich Menschen und Projekte, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität einsetzten.

    Zuvor waren Snowden, der seit seinen Enthüllungen 2013 im Asyl in Russland lebt, bereits mehrere Preise verliehen worden. So etwa bekam er den mit 10 000 Euro dotierten „Berliner Preis für Zivilcourage“, bei dem 123 Personen jeweils 100 Euro gespendet haben.

    Der Preisverleihung am 23. November im Stuttgarter Theaterhaus konnte Snowden nicht beiwohnen. In einer Liveschaltung rief der Whistleblower auf, um die Rechte und Freiheiten der Menschen zu kämpfen.

    „Wenn wir in einer freien Gesellschaft leben wollen, müssen wir unsere Rechte verteidigen“, sagte er.

    „Regierung und Gesellschaft sind auf Vertrauen aufgebaut“, betonte er in seiner Dankesrede. Im Kampf um die Gerechtigkeit brauche die Welt Aktivisten. Er werde auf diesem Gebiet tun, was in seinen Kräften stehe, fügte er an.

    Snowden hatte für den Auslandsgemeindienst CIA gearbeitet, bevor er im Juni 2013 Abhörprogramme des US-Geheimdienstes NSA publik machte.

    Aus den USA flüchtete er zunächst nach Hongkong, dann nach Moskau. Nachdem er sich wochenlang im Transitbereich eines Moskauer Flughafens aufgehalten hatte, gewährte ihm Russland für ein Jahr Asyl – vorausgesetzt, er schadet den USA nicht weiter. Im August 2014 erhielt Snowden eine dreijährige Aufenthaltsgenehmigung für Russland.

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