13:49 29 September 2016
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Putin: Russland stoppt Gasprojekt South Stream

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Bau der South-Stream-Pipeline (209)
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Russland ist nach Worten von Präsident Wladimir Putin unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht in der Lage, das Gasprojekt South Stream zur Versorgung Südeuropas fortzusetzen. „Wegen der ausbleibenden Genehmigung Bulgariens haben weitere Arbeiten an dem Projekt keinen Sinn“, erklärte Putin am Montag in Ankara.

Russland ist nach Worten von Präsident Wladimir Putin unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht in der Lage, das Gasprojekt South Stream zur Versorgung Südeuropas fortzusetzen. „Wegen der ausbleibenden Genehmigung Bulgariens haben weitere Arbeiten an dem Projekt keinen Sinn“, erklärte Putin am Montag in Ankara nach Verhandlungen mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan.

„Wir können nicht mit der Verlegung (der Röhre) auf dem Meeresgrund beginnen, solange uns keine Genehmigung Bulgariens vorliegt. Es wäre absurd, die Leitung bis zur bulgarischen Küste fertig zu bauen und dann halt zu machen“, sagte Putin.

„Wenn Europa dieses Projekt nicht realisieren will, wird es nicht realisiert… Wegen der destruktiven Position der EU-Kommission zu South Stream wird Russland seine Energieträger in andere Regionen der Welt transportieren, darunter durch eine beschleunigte Umsetzung von Projekten zur Produktion von verflüssigtem Erdgas (LNG). Wir werden andere Märkte erschließen, und Europa wird diese Gasmengen nicht erhalten, in jedem Fall nicht von Russland. Wir gehen davon aus, dass dies den ökonomischen Interessen Europas zuwiderläuft und unserer Kooperation schadet. Aber das ist die Wahl unserer europäischer Freunde“, sagte Putin.

Die Verluste Bulgariens wegen des Stopps von South Stream schätzte der russische Präsident auf rund 400 Millionen Euro im Jahr, die Sofia aus dem Transit von russischem Gas einnehmen könnte. „Wenn Bulgarien schon um die Möglichkeit gebracht wurde, sich als ein souveräner Staat zu positionieren, könnte Sofia von der EU-Kommission wenigstens eine Entschädigung für den entgangenen Gewinn fordern“, sagte Putin nach Verhandlungen mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan.

Die EU-Kommission zwingt die EU-Länder, die am Projekt teilnehmen, es aufzugeben. Ihre Position erklärt Brüssel damit, dass die Pipeline South Stream gegen das Dritte EU-Energiepaket verstößt.

 

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