10:07 16 Dezember 2018
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    Politologe: Resultate der Moldawien-Wahl – schallende Ohrfeige für Europa

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    Die Resultate der jüngsten Parlamentswahl in der Ex-Sowjetrepublik Moldawien sind eine schallande Ohrfeige für die europäische Diplomatie. Das sagte der Direktor des moldawischen Instituts für diplomatische Studien und Sicherheit, Valeri Ostalep, am Montag bei einer Videokonferenz zwischen Moskau und Chisinau.

    Die Resultate der jüngsten Parlamentswahl in der Ex-Sowjetrepublik Moldawien sind eine schallande Ohrfeige für die europäische Diplomatie. Das sagte der Direktor des moldawischen Instituts für diplomatische Studien und Sicherheit, Valeri Ostalep, am Montag bei einer Videokonferenz zwischen Moskau und Chisinau.

    „In den letzten Jahren hatte Russland niemanden (in Moldawien) unterstützt, während die Zahl der Besuche ausländischer Diplomaten, führender Repräsentanten und Präsidenten in Chisinau ausuferte. Jede Woche kommen sie hierher und suggerieren uns ein, wir seien eine „phantastische Geschichte von Erfolgen“, fuhr der Politologe fort.

    Dabei ändere sich nichts, die Menschen sind sich darüber klar, dass dies alles leere Worte sind und der Sinn dieses Theaters des Absurden nur im Sieg der sogenannten prowestlichen Kräfte besteht. „Nimmt man die Zahl der Menschen, die für Parteien gestimmt haben, die sich so oder so als linksorientierte Kraft positionieren und Russland bevorzugen, in welcher Form auch immer, ergibt sich dabei die überwiegende Mehrheit“, betonte Ostalep.

    Die Parlamentswahl in Moldawien hatte am Sonntag stattgefunden. Nach der Auszählung von 87,6 Prozent der Wahlzettel liegt die Partei der Sozialisten mit 21,61 Prozent der Stimmen klar in Führung. Ihr folgt die Liberaldemokratische Partei von Ex-Regierungschef Vlad Filat mit 19,29 Prozent der Stimmen. Die Kommunistische Partei unter Führung von Ex-Präsident Vladimir Voronin konnte 17,84 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Die von Ex-Parlamentspräsident Marian Lupu geführten Demokraten bekommen 15,76 Prozent der Stimmen.

    Wenige Tage vor der Abstimmung hatte die Wahlleitung die Partei Patria (Heimat) angeblich wegen ihrer Finanzierung aus dem Ausland ausgeschlossen. Umfragen zufolge hätte die Partei neun bis 13 Prozent der Stimmen erhalten können.

     

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