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    Slowakischer Premier: Ohne strategische Zusammenarbeit mit Russland geht es nicht

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Politik
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    Eine strategische Zusammenarbeit mit Russland ist nach Ansicht des slowakischen Regierungschefs Robert Fico nicht verzichtbar. Diese Kooperation sei unvermeidlich, sagte Fico am Dienstag auf einem Diskussionsforum in Bratislava nach Angaben der slowakischen Tageszeitung „Sme“.

    Eine strategische Zusammenarbeit mit Russland ist nach Ansicht des slowakischen Regierungschefs Robert Fico nicht verzichtbar. Diese Kooperation sei unvermeidlich, sagte Fico am Dienstag auf einem Diskussionsforum in Bratislava nach Angaben der slowakischen Tageszeitung „Sme“.

    Zugleich bekräftigte der Premier eine enge Kooperation mit Polen und Ungarn bei der Verlegung gemeinsamer Pipelines, „die künftig zum Aufbau eines gesamteuropäischen Netzes und einer möglichen Gründung der europäischen Gas-Union führen könnten“.

    „Diese Idee ist äußerst wichtig und auch realistisch. Die EU soll einen eigenen Gasmarkt haben. Ich denke, dass seine Schaffung nur eine Frage der Zeit ist.“

    Zur Senkung russischer Gasexporte (in die Slowakei) sagte Fico, dass es sich um eine Reaktion Russlands auf slowakische Rücklieferungen von Erdgas an die Ukraine handelt. „Gas wird als Instrument des politischen Kampfes missbraucht“, betonte er.

    Die Slowakei verbraucht jährlich bis zu sechs Milliarden Kubikmeter Gas, das aus verschiedenen Quellen in die Republik fließt. „Aber die Hauptquelle ist natürlich Russland, auf das rund ein Drittel aller Gaslieferungen nach Europa entfällt“, sagte der Regierungschef.

    Der russische Konzern Gazprom hatte zuvor mehrmals erklärt, dass er die Vertragsverpflichtungen mit der Slowakei strikt erfüllt. Der Konzern sehe aber keine Möglichkeit, Aufträge über die vertraglich gebundenen Gasmengen hinaus zu erfüllen. Russland brauche selber Gas, um es angesichts der Kälte in seine Speicher zu pumpen, hieß es in Moskau.

     

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