21:29 18 Dezember 2017
SNA Radio
    Georgien protestiert gegen russische Militärübung in Südossetien

    Georgien protestiert gegen russische Militärübung in Südossetien

    © Sputnik/ Katerina Sovdagari
    Politik
    Zum Kurzlink
    1124

    Das Außenministerium Georgiens hat sich besorgt über eine russische Militärübung in der Südkaukasus-Republik Südossetien geäußert. Die russische Armee hat am 5. Dezember im Süden des Landes eine Artillerieübung mit 1000 Soldaten begonnen.

    Das Außenministerium Georgiens hat sich besorgt über eine russische Militärübung in der Südkaukasus-Republik Südossetien geäußert. Die russische Armee hat am 5. Dezember im Süden des Landes eine Artillerieübung mit 1000 Soldaten begonnen.

    Geübt wird auf sechs Übungsplätzen auf russischem Territorium aber auch in Südossetien. Die Soldaten lernen unter anderem den Umgang mit den neuen Radaren Soopark-1, Panzerhaubitzen des Typs Msta-1 und modernisierten Mehrfachraketenwerfern vom Typ Tornado-G.

    Das Außenministerium in Tiflis bezeichnete am Sonntag die Übung als einen „Angriff auf Souveränität und territoriale Einheit Georgiens“. Diese Handlungen der Russischen Föderation seien ein „grober Verstoß gegen die georgische Verfassung“ und „gefährden Frieden und Sicherheit in der Region“. Das Außenamt äußerte seinen Protest und rief die Weltgemeinschaft zu einer Reaktion auf.

    Georgien hatte im August 2008 Truppen in seine seit 1991 abtrünnige Provinz Südossetien geschickt, um diese zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört und zahlreiche Zivilisten sowie russische Friedenssoldaten getötet wurden, konnte erst nach der Intervention russischer Truppen abgewehrt werden. Nach dem Fünf-Tage-Krieg erkannte Russland Südossetien sowie den anderen De-facto-Staat in Georgien, Abchasien, als unabhängig an. Der damalige georgische Präsident Saakaschwili brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab. Tiflis betrachtet die beiden Regionen weiter als eigenes Gebiet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren