14:28 20 Januar 2020
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    Medwedew: Ukraine kann nach EU-Assoziierung bis zu 15 Mrd. USD verlieren

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    Kiew setzt EU-Assoziierungsverhandlungen aus (285)
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    Die Ukraine kann laut Russlands Premier Dmitri Medwedew bis zu 15 Milliarden US-Dollar verlieren, wenn die Länder der Zollunion Maßnahmen zum Schutz ihres Marktes wegen der EU-Assoziierung der Ukraine ergreifen werden.

    Die Ukraine kann laut Russlands Premier Dmitri Medwedew bis zu 15 Milliarden US-Dollar verlieren, wenn die Länder der Zollunion Maßnahmen zum Schutz ihres Marktes wegen der EU-Assoziierung der Ukraine ergreifen werden.

    Nach Meinung des Regierungschefs wird das allmähliche Verdrängen der Konkurrenten vom ukrainischen Markt durch die europäischen Erzeugnisse eine Folge der tarifären Liberalisierung sein, die bis zu 98 Prozent der Waren aus Europa erfassen wird. Und die zweite Welle des europäischen „Handelstsunamis“ werde diesen ganzen Umfang auf die Märkte der Länder der Zollunion – Russland, Weißrussland und Kasachstan – bringen und die Geschäftsbedingungen im Rahmen der Zollunion verschlechtern.

    „Wir werden natürlich … Gegenmaßnahmen ergreifen, zu deren Ergebnis ein kardinaler Rückgang des Exports von ukrainischen Waren nach Russland, Weißrussland und Kasachstan wird. In diesem Fall können die Verluste Kiews bis zu 15 Milliarden US-Dollar betragen“, schreibt Medwedew in seinem Beitrag, den die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag veröffentlichte.

    Die Assoziierung sieht eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union, eine Harmonisierung auf dem Rechtsgebiet und die Schaffung einer Freihandelszone vor. In vollem Umfang wird das Dokument nach seiner Ratifizierung durch die Parlamente der EU-Mitgliedsländer in Kraft treten.

    Bisher haben das Abkommen über die Assoziierung der Ukraine und der Europäischen Union hauptsächlich die osteuropäischen Länder ratifiziert – Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Schweden und Malta.

    Der Hauptteil des Abkommens über die Assoziierung Kiews und der EU trat am 1. November in Kraft. Außer dem Abschnitt über die Schaffung einer Freihandelszone, der ab 1. Januar 2016 gelten wird.

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