12:45 07 Dezember 2019
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    Russischer Generalstab rügt Nato: „Primitive Fälschungen“

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    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (357)
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    Die USA und die Nato arbeiten gezielt darauf hin, Russland militärisch und wirtschaftlich zu schwächen, so der russische Generalstabschef Valeri Gerassimow. Er wirft dem Westen vor, den Sturz des legitimen ukrainischen Präsidenten unterstützt zu haben und dubiose Methoden im Informationskrieg gegen Moskau zu verwenden.

    Die USA und die Nato arbeiten gezielt darauf hin, Russland militärisch und wirtschaftlich zu schwächen, so der russische Generalstabschef Valeri Gerassimow. Er wirft dem Westen vor, den Sturz des legitimen ukrainischen Präsidenten unterstützt zu haben und dubiose Methoden im Informationskrieg gegen Moskau zu verwenden.

    In einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „WPK“ stellt fest: „Die USA und die Nato betrachten Russland als einen ihrer geopolitischen Hauptrivalen (…). In allen lebenswichtigen Bereichen wird versucht, Russland unter Druck zu setzen. Diese Bemühungen zielen vor allem darauf ab, das Militär- und Wirtschaftspotenzial des Landes zu reduzieren sowie dessen wissenschaftlich-technische und technologische Entwicklung zu bremsen.“

    Gerassimow schreibt, der Westen treffe konkrete Maßnahmen, um die Effizienz der russischen Atomwaffen zu verringern. Für diese Zwecke werde insbesondere die globale US-Raketenabwehr ausgebaut. Deren Potenzial sei viel höher, als Europa brauche, um bestehende und eventuell auftretende Raketengefahren zu neutralisieren.

    Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise verschärfe der Westen seine Sanktionen gegen Moskau. Die Nato spiele die These von einem „aggressiven Russland“ hoch und schaffe dadurch politische Voraussetzungen, um ihre militärische Infrastruktur näher an die russische Grenze zu schieben. Die Allianz stocke derzeit ihre Kräfte in Polen und im Baltikum sowie im Schwarzen Meer und in der Ostsee auf. Die Nato intensiviere ihre Militärübungen unter dem Vorwand einer „Bedrohung aus dem Osten“, hieß es.

    Die Nato mache Russland für den blutigen Konflikt im Südosten der Ukraine unmittelbar verantwortlich. Doch ausgerechnet der Westen habe die Entmachtung des legitimen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch unterstützt. Nun werde Russland als Aggressor gegen die Ukraine gebrandmarkt.

    „Primitive grafische Fälschungen im Internet und in sozialen Netzwerken werden als unwiderlegbare Beweise für eine aktive Teilnahme russischer Truppen am inneren Bürgerkonflikt in den Gebieten Donezk und Lugansk präsentiert“, so Gerassimow. Dabei seien die USA und die Nato bestrebt, die Ukraine in eine langfristige Quelle der kontrollierten Instabilität zu verwandeln, um Russlands geopolitische Interessen und die Integrations-Prozesse im postsowjetischen Raum zu beeinträchtigen.

    Mit Blick auf die Sicherheits-Gefahren in Asien kommentiert der russische Generalstabschef auch den Syrien-Konflikt: „Die USA und ihre europäischen Verbündeten intensivieren die Bemühungen um den Sturz des regierenden Regimes von Baschar Assad. Die Ausmaße der ausländischen Hilfe für die oppositionellen Formationen nehmen zu, der internationale politische und Informations-Druck auf die syrische Führung wird stärker. Es werden Maßnahmen getroffen, die auf eine Eskalation des Konflikts abzielen.“

    In Bezug auf die Offensive der Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat in Syrien und im Irak schreibt Gerassimow: „Ausgerechnet die USA hatten zuvor dieser Gruppe im Kampf gegen die Assad-Regierung finanziell und technisch geholfen.“

    Angesichts aller geopolitischen Gefahren bemüht sich das Verteidigungsministerium in Moskau laut Gerassimow darum, die Kampffähigkeit der russischen Streitkräfte zu erhöhen. Es gehe insbesondere um deren Umrüstung und Militärübungen. Es sei geplant, jährlich 70 bis 100 Flugzeuge, mehr als 120 Hubschrauber, bis zu 30 Überwasserschiffe und U-Boote sowie bis zu 600 gepanzerte Kampffahrzeuge für die Streitkräfte zu kaufen.

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