01:47 30 September 2016
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Medwedew nennt Ursachen für Rubel-Verfall und verspricht marktgerechte Reaktion

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Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)
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Die russische Währung befindet sich laut Regierungschef Dmitri Medwedew wegen äußerer Faktoren auf Talfahrt. Die Regierung in Moskau wird jedoch zu keinen harten Maßnahmen greifen.

Die russische Währung befindet sich laut Regierungschef Dmitri Medwedew wegen äußerer Faktoren auf Talfahrt. Die Regierung in Moskau wird jedoch zu keinen harten Maßnahmen greifen.

Es seien der nachhaltig sinkende Ölpreis und die westlichen Sanktionen, die die russische Währung nach unten drücken, sagte Medwedew am Mittwoch in einer Beratung in Moskau. Diese Faktoren hängen nicht von Russland ab. „Die früheren Finanzmärkte sind für unsere Banken und Unternehmen praktisch geschlossen. Der Rubel kann gar nicht anders, als darauf zu reagieren.“

Diese Instabilität schade sowohl den Bürgern als auch den Banken als auch der Realwirtschaft, so der Regierungschef weiter. Dennoch sprach er sich gegen eine harte Regulierung des russischen Währungsmarktes aus. „Wir gehen davon aus, dass unsere Handlungen sich auf marktgerechte Mechanismen stützen müssen.“

Die russische Währung befindet sich seit Monaten auf Talfahrt. Am Montag verlor der Rubel zehn Prozent gegenüber dem Dollar/Euro-Korb.  Am Dienstag erreichte der Euro-Kurs an der Börse sogar die Marke von 100 Rubel, ging bis zum Abend dann wieder auf 85,1 Rubel zurück. Vor diesem Hintergrund
loteten Papiere russischer Unternehmen an der Londoner Börse neue Tiefststände aus.

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