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21:48 15 Oktober 2019
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    Donezk, Ukraine

    Krieg der Oligarchen: Kolomoiski-Bataillon lässt Konvoi von Achmetow nicht nach Donbass

    © REUTERS / Maxim Shemetov
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    Die Milizen aus dem Bataillon „Dnjepr-1“ des ukrainischen Milliardärs und Gouverneurs Igor Kolomoiski haben einen weiteren Hilfskonvoi des Industriemagnaten Rinat Achmetow auf dem Weg in die östliche Kohlebergbau-Metropole Donezk gestoppt, die in den vergangenen Monaten zwischen Militär und Volksmilizen hart umkämpft war.

    Die Milizen aus dem Bataillon „Dnjepr-1“ des ukrainischen Milliardärs und Gouverneurs Igor Kolomoiski haben einen weiteren Hilfskonvoi des Industriemagnaten Rinat Achmetow auf dem Weg in die östliche Kohlebergbau-Metropole Donezk gestoppt, die in den vergangenen Monaten zwischen Militär und Volksmilizen hart umkämpft war.

    „Das Bataillon Dnepr-1 hat uns am Kontrollposten Bogatyr nahe Kurachowo gestoppt“, teilte Achmetows Sprecherin Natalja Jemtschenko am Donnerstag via Facebook mit. „Uns wurde mitgeteilt, dass man den Befehl habe, keine Lebensmittel durchzulassen, weder kommerzielle noch humanitäre.“ Ein Vertreter des Wohntätigkeitsfonds von Rinat Achmetow bestätigte dem TV-Sender „112 Ukraina“, dass der Hilfskonvoi abdrehen musste und auf dem Rückweg nach Dnjepropetrowsk sei.

    Bereits am Wochenende hatte das von Kolomoiski aufgestellte und finanzierte Bataillon „Dnjepr-1“ einer Fahrzeugkolonne mit Hilfsgütern die Weiterreise nach Donezk verwehrt. Der Hilfstransport war von Kohle- und Stahlmagnat Achmetow organisiert worden, der selber aus Donezk stammt. Der Sicherheits- und Verteidigungsrat in Kiew teilte damals mit, dass die Frachtpapiere nicht ordnungsgemäß ausgestellt gewesen seien.

    Die ukrainische Regierung hatte im April Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Lugansk und Donezk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei blutigen Gefechten zwischen Militär und Volksmilizen kamen laut UN-Angaben mehr als 4700 Zivilisten ums Leben. An der Seite der Regierungsarmee kämpfen mehrere privat finanzierte Freiwilligenbataillone. So werden die Bataillone „Asow", „Ajdar“, „Donbass“, „Dnjepr 1" und „Dnjepr 2" von Oligarch Igor Kolomoiski finanziert, der auch als Sponsor der rechtsextremen Organisation „Rechter Sektor“ gilt.

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