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    Moskau: Atom-Abrüstungspakt mit USA weiter in Kraft

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    Trotz der Abkühlung zwischen Russland und der USA halten beide Staaten an dem 2010 geschlossenen Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (Start-III-Vertrag) fest, wie der russische Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow am Mittwoch mitteilte.

    „Dieser Vertrag gilt als ‚Goldstandard‘ für Vereinbarungen im Bereich der globalen Sicherheit“, sagte Antonow im Pressezentrum der Medienholding Rossiya Segodnya. „Dieser Vertrag lebt noch und gehört zu dem Wenigen, was wir mit den USA im Bereich der Festigung der globalen Sicherheit noch haben. Natürlich müssen wir diesen Vertrag bewahren“.

    Russland und die USA hatten im April 2010 den Start-III-Vertrag als den Nachfolgevertrag für den im Dezember ausgelaufenen Start-I-Vertrag geschlossen. Die Vereinbarung wurde vom damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und US-Staatschef Barack Obama unterzeichnet und trat am 5. Februar 2011 in Kraft. Demnach müssen beide Staaten binnen sieben Jahren die Anzahl der atomaren Sprengköpfe auf je 1550 verringern und die strategischen Trägersysteme (land- und seegestützte Langstreckenraketen und Langstreckenbomber) auf 700 halbieren.

    In der Ukraine-Krise haben die USA in diesem Jahr militärische Beziehungen mit Russland auf Eis gelegt: gemeinsame Übungen, gegenseitige Besuche und Verhandlungen von Militärs wurden ausgesetzt. Zudem verhängten die USA Sanktionen gegen Russland und verstärkten ihre Truppen an den russischen Grenzen.

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    Tags:
    Barack Obama, Russland, USA