20:38 24 November 2020
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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Die Volksmilizen von Donezk werfen der ukrainischen Armee einen wiederholten Bruch der Waffenruhe vor. Seit Dienstagabend soll das Militär 18 Mal das Feuer eröffnet haben, darunter auch aus schweren Geschützen.

    „Trotz des angekündigten Abzugs der schweren Waffen von den Grenzen von Noworossija (Neurussland) schießt das ukrainische Militär aus Panzerkanonen, Mörsern und Artillerie“, teilte der Stab der von Kiew abtrünnigen Donezker Volksrepublik mit. Nach den Angaben standen nordwestliche Viertel von Donezk, aber auch die Ortschaften Gorlowka, Obosnoje, Teplogosk, Donezki, Smeloje und andere unter Beschuss. Die Volkswehr habe das Feuer des Militärs nicht erwidert und selber keine Verluste zu beklagen.

    Donezk, Ukraine
    © REUTERS / Maxim Shemetov

    Der militärische Konflikt in der Ost-Ukraine war kurz nach dem Februar-Umsturz in Kiew ausgebrochen. Die neue ukrainische Regierung schickte im April Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Umsturz nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Volksmilizen sind laut UN-Angaben bislang mehr als 4700 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Am 5. September einigten sich die ukrainische Regierung und die Führungen der abtrünnigen Regionen bei Friedensgesprächen in Minsk unter Vermittlung Russlands auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung. Die Waffenruhe wurde jedoch immer wieder von beiden Seiten gebrochen.  Insbesondere nach den Wahlen in den „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk, die Kiew nicht anerkannt hat, wurden die Kämpfe intensiviert. Am 9. Dezember wurde erneut ein Waffenstillstand vereinbart.

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