02:57 05 Juni 2020
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    Malaysische Boeing über Ukraine abgestürzt (299)
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    Russische Ermittler sind bereit, sofort in die Ukraine zu reisen, um den ukrainischen Kampfpiloten, der hinter dem Abschuss der malaysischen Passagiermaschine Boeing Flug MH17 über der Ostukraine vermutet wird, mit einem Lügendetektor zu testen, wie der Sprecher des russischen Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, am Montag in Moskau mitteilte.

    „Vertreter des Ermittlungskomitees sind bereit, unverzüglich mit aller notwendigen Ausrüstung in die Ukraine zu reisen, um Pilot Woloschin zu überprüfen“, sagte Markin. „Wir erwarten nun von den Kollegen aus dem „ukrainischen Geheimdienst SBU eine Antwort.“ Russland sei zu jeder Zusammenarbeit bei der Aufklärung der Katastrophe bereit.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Bordnummer MH17 war am 17. Juli im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. Die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner, die sich in dieser Region heftige Gefechte lieferten, werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

    In der vergangenen Woche teilte ein ukrainischer Soldat, der am Tag der Katastrophe auf einem ukrainischen Luftwaffenstützpunkt diente, den russischen Ermittlungsbehörden mit, dass vermutlich ein ukrainisches Erdkampfflugzeug des Typs Su-25 im Spiel gewesen sei. Am Steuer soll der ukrainische Luftwaffenkapitän Woloschin gesessen haben. Der ukrainische Geheimdienst SBU teilte daraufhin mit, dass Kapitän Woloschin wirklich existiere, jedoch am 17. Juli keine Flüge absolviert habe. Das russische Ermittlungskomitee schlug vor, den Piloten mit einem Lügendetektor zu testen. SBU-Sprecher Markijan Lubkiwski lud russische Ermittler in die Ukraine ein. Ob dabei ein Test des Piloten mit einem Lügendetektor erlaubt würde, sagte der Sprecher nicht.

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    Boeing 777, Ukraine