22:47 21 November 2019
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    Iran dementiert: Keine Einigung mit USA über Atomtransport nach Russland

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    Atomstreit mit Iran (137)
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    Das Außenministerium in Teheran hat Medienberichte über eine angeblich vereinbarte Entsendung von atomwaffenfähigem Material nach Russland als falsch zurückgewiesen.

    Die Nachrichtenagentur AP hatte unter Berufung auf Diplomatenkreise gemeldet, dass der Iran und die USA sich vorläufig darauf geeinigt hätten, bedeutende Teile des atomwaffenfähigen Materials aus dem Iran nach Russland zu bringen. Nach Angaben der Zeitung New York Times könnte der Iran im Fall einer Einigung mit Sechsergruppe einen Teil seiner Uran-Vorräte zur Verarbeitung nach Russland schicken.

    „Bei den Themen, die zwischen dem Iran und den sechs internationalen Vermittlern diskutiert werden, gibt es gegenwärtig keine Einigung“, sagte die iranische Außenamtssprecherin Marzieh Afkham am Samstag dem Sender Press TV. Sie warf westlichen Medien vor, mit derartigen Meldungen die Verhandlungen und eine Regelung des Streits erschweren zu wollen.

    Der Iran steht bei der Weltgemeinschaft im Verdacht, unter dem Deckmantel seines Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Obwohl die Regierung in Teheran den zivilen Charakter ihrer Atomaktivitäten beteuert, hat der UN-Sicherheitsrat bereits mehrere Resolutionen mit Sanktionen verabschiedet. Parallel dazu versucht die Sechsergruppe seit 2003, den Iran auf dem Verhandlungsweg von der Urananreicherung abzubringen.

    2013 vereinbarten die Verhandlungspartner eine Übergangsregelung. Diese sieht vor, dass der Iran sein Atomprogramm reduziert und den internationalen Experten eingehendere Kontrollen ermöglicht. Im Gegenzug werden die Wirtschaftssanktionen gegen das Land abgemildert.

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