04:43 06 August 2020
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    Die Äußerung des ukrainischen Premiers Arsseni Jazenjuk über eine „Invasion der Sowjetunion in Deutschland und der Ukraine“ im Zweiten Weltkrieg bringt ihn laut dem Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) in Misskredit.

    Jazenjuk hatte bei seinem Besuch am Donnerstag in Berlin gesagt: „Wir alle wissen nur zu gut um die Invasion der Sowjetunion in die Ukraine und nach Deutschland.“

    Wie Puschkow auf Twitter schrieb, ist „die Äußerung Jazenjuks im Grunde genommen eine direkte Unterstützung für Nazi-Deutschland  und die Beleidigung des Andenkens an die Millionen, die für die Befreiung unseres Landes und Europas fielen“.

    Wie Puschkow zuvor auf Twitter schrieb, kann der ukrainische Premier nach seiner Äußerung nicht mehr ernst genommen werden.

    Der Zweite Weltkrieg begann am 1. September 1939 mit dem so genannten „Polenfeldzug“, einem Angriffskrieg des nationalsozialistisch regierten Deutschland gegen die Zweite Polnische Republik. Die sowjetischen Truppen rückten am 17. September 1939 in der Westukraine und im Westen von Weißrussland ein, Territorien, die Polen nach dem sowjetisch-polnischen Krieg von 1991-1921 bekommen hatte.

    Wie die sowjetische Regierung damals erklärte, nimmt sie die westukrainische und die westweißrussische Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Zerfall Polens in Schutz. Die polnische Nachkriegsregierung hat in dem 1945 geschlossenen Vertrag mit der UdSSR die nach dem Krieg festgelegten Staatsgrenzen anerkannt. 

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    Tags:
    Alexej Puschkow, Arsseni Jazenjuk, Ukraine, Russland, Deutschland