01:24 02 April 2020
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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Trotz der vereinbarten Waffenruhe mit Kiew macht sich die nicht anerkannte „Donezker Volksrepublik“ auf eine plötzliche Offensive der ukrainischen Armee gefasst.

    „Die Offensive kann jederzeit beginnen. Wir sehen das an der Zahl der ukrainischen Kräfte, die an der Trennlinie konzentriert sind“, sagte Denis Puschilin, offizieller Vertreter der DVR in der Ukraine-Kontaktgruppe, am Dienstag.

    Besondere Besorgnis errege das Bataillon der Nationalgarde „Sitsch“, das in Peski,  nordwestlich von Donezk stationiert ist. „Sie provozieren uns mit ihrem Feuer. Der Kommandeur des Bataillons sagt, er werde Befehle aus Kiew nicht erfüllen“, sagte Puschilin.

    Der militärische Konflikt in der Ost-Ukraine war kurz nach dem Umsturz in Kiew Anfang 2014 ausgebrochen. Nach der Entmachtung von Präsident Viktor Janukowitsch schickte die neue Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Volksmilizen sind laut UN-Angaben mehr als 4700 Zivilisten ums Leben gekommen. Ab dem 9. Dezember vereinbarten die Konfliktgegner unter Vermittlung der OSZE eine Waffenruhe. Am 9. Januar eskalierte die Situation wieder.

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    Denis Puschilin, Ukraine