20:42 26 Oktober 2020
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    Syriens Präsident Baschar al-Assad hofft nach eigenen Worten darauf, dass bei den innersyrischen Friedensverhandlungen Ende Januar in Moskau Grundlagen für einen Dialog gelegt werden.

    „Die Haltung Russlands besteht darin, den syrischen Anti-Terror-Kampf zu unterstützen, was sehr wichtig ist“, sagte Assad der tschechischen Monatszeitung „Literarni noviny“. Gleichzeitig eröffne sie Möglichkeiten für eine politische Lösung.

    „Unsere Position ist ähnlich, denn wir wollen keine politische Chance versäumen“, betonte er. „Es wäre gut, wenn wir einen Erfolg erzielen – und wenn nicht, so verlieren wir nichts.“

    Die Friedensgespräche sollen laut dem russischen Außenamt vom 26. bis 29. Januar in Moskau stattfinden. Die syrische Regierung will die Gelegenheit wahrnehmen, um eine innersyrische Konferenz ohne Teilnahme von außen zu vereinbaren.

    „Wir reisen nicht mit dem Ziel nach Russland, einen Dialog aufzunehmen, sondern um uns mit verschiedenen Persönlichkeiten zu treffen und mit ihnen über eine Basis zu diskutieren, welche einem Dialog zugrunde gelegt werden könnte — sollte dieser einmal beginnen.“

    Es handle sich etwa um die Einheit Syriens, die Auflösung der Terrororganisationen, Unterstützung für die Armee, Anti-Terror-Kampf und andere ähnliche Themen.

    „Als Realisten müssen wir zugeben“, so Assad, dass man dabei nicht mit Vertretern einer echten Opposition, sondern eher mit einzelnen Persönlichkeiten zu tun haben muss.

    „Die einen davon sind tatsächlich Patrioten, während die anderen keinen Einfluss haben und keine bedeutenden Bevölkerungsgruppen des Landes vertreten, manche sind einfach Strohmänner Saudi-Arabiens, Katars, Frankreichs oder der USA, die anderen vertreten eine extremistische Ideologie.“

    Deshalb sei es verfrüht, über einen Erfolg oder Misserfolg des Treffens in Moskau zu sprechen, betonte er.

    „Wir unterstützen die Initiative Russlands und sind überzeugt, dass wir als Regierung kommen und uns anhören müssen, was uns gesagt wird.“

    Wenn sie tatsächlich etwas Nützliches und Wertvolles vorzuschlagen haben, was im Interesse des syrischen Volkes liege – und das sei am wichtigsten – „werden wir den Dialog fortsetzen“. Wenn nicht, „werden wir sie nicht ernst nehmen“.

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    Tags:
    Baschar al-Assad, Russland, Syrien