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    Situation in Syrien (2016) (851)
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    Das Pentagon will Medienberichten zufolge mehr als 400 Soldaten in den Nahen Osten schicken, um die syrischen Rebellen im Kampf gegen die Regierungsarmee von Bashar al-Assad auszubilden.

    Nach Angaben aus der US-Administration haben sich die Türkei, Katar und Saudi-Arabien bereit erklärt, dem amerikanischen Militär ihre Trainingslager zur Verfügung zu stellen, wie die Zeitschrift DefenseOne berichtet. Anfang März sollen 400 Soldaten und Hunderte Mitarbeiter als Hilfspersonal in vier Trainingslagern in den drei Ländern stationiert werden.

    Die Ausbildung soll jeweils sechs bis acht Wochen dauern. Das gesamte Programm ist für drei Jahre angelegt. Das US-Verteidigungsministerium geht davon aus, gemeinsam mit seinen Partnern aus der Anti-IS-Koalition jährlich 5400 Aufständische ausbilden zu können.

    In Syrien dauert seit März 2011 ein Krieg an, der laut UN-Angaben bereits mehr als 200.000 Todesopfer gefordert hat. Gegen die Regierungsarmee von Präsident Baschar al-Assad kämpfen neben der Opposition auch zahlreiche Terrororganisationen wie Nusra-Front und „Islamischer Staat“. Der Letztere konnte Anfang Sommer mehrere Gebiete im benachbarten Nordirak erobern. Im Juni riefen die Dschihadisten in den von ihnen besetzten Gebieten ein islamisches Kalifat aus. Die Regierung in Bagdad bat die Weltgemeinschaft um Hilfe, um den Vormarsch der Islamisten, die bereits Tausende „Ungläubige“ getötet haben, zu stoppen.

    Die IS-Milizen sind mit Panzern, Geschützen und Mörsern bewaffnet, die sie aus Militärlagern im irakischen Mosul gestohlen haben. Eine von den USA geführte internationale Koalition fliegt seit August Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. In Syrien bombardiert die Koalition ohne Zustimmung der dortigen Regierung. Eine Bodenoperation lehnt US-Präsident Obama ab.

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    Terrormiliz Daesh, USA, Katar, Türkei, Saudi-Arabien, Syrien