08:08 13 Dezember 2017
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    Eskalation im Donbass

    Donezk fordert OSZE auf: Kiew zu Einhaltung von Friedensvereinbarungen zwingen

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    Die selbsterklärte Volksrepublik Donezk hat Kiew vorgeworfen, den Waffenstillstand gebrochen und Donezk angegriffen zu haben, und fordert die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf, Kiew zur Erfüllung der Minsker Vereinbarungen zu zwingen.

    „Nun sehen wir klar, dass die Ukraine die Waffenruhe gebrochen und einen Angriff unternommen hat“, erklärte Republikchef Alexander Sachartschenko. „Einen solchen Artilleriebeschuss, wie wir ihn in den zurückliegenden zwei Tagen erleben mussten, gab es noch nie.“

    „Ich wende mich erneut an die Völkergemeinschaft: Wenn ihr unsere Haltung zum Waffenstillstand teilt und diesen wollt, müsst ihr Kiew zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zwingen“, wird Sachartschenko auf der Internetseite des Presszentrums der „Volksrepublik Donezk“ zitiert.

    Das Gebäude des Flughafens Donezk sei in den vergangenen beiden Tagen mehr als sechs Mal durch Infanterie und Panzer angegriffen worden. Diese Attacken wie auch ein versuchter Durchbruch nach Donezk seien gescheitert, so Sachartschenko.

    „Leider musste die Putilow-Brücke gesprengt werden. Die gesamte Kolonne, die durchbrechen wollte, wurde vernichtet. Drei Panzersoldaten wurden gefangen genommen“, sagte er weiter. „Gestern Abend bombardierte die Ukraine Gorlowka. Splitter flogen sogar bis zur OSZE-Mission in Donezk“, fügte er an.

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    Tags:
    OSZE, Alexander Sachartschenko, Ukraine
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