01:21 02 April 2020
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    Die vom Europaparlament angenommene Resolution zur Situation in der Ukraine idealisiert die Ukraine und dämonisiert Russland, wie der Abgeordnete des Europaparlaments Jan Keller am Montag in einem Interview für die Prager Online-Ausgabe Prvni zpravy erklärt hat. Keller lehnte es ab, das Dokument zu unterstützen.

    „Die vom Europaparlament angenommene Resolution zur Situation in der Ukraine idealisiert die Ukraine und dämonisiert Russland. Ich bin nicht der Meinung, dass eine solche Resolution für den Weg zur Milderung des Konfliktes ist, und ich lehne es ab, an seiner Verschärfung teilzunehmen“, so Keller.

    Dem Euroabgeordneten zufolge ist es unmöglich, für ein Dokument zu stimmen, das von Kiew keine Erklärungen zur jüngsten Äußerung des Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk in Berlin verlange. Diese Äußerung könne „als Bestrebung, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges nicht anzuerkennen, betrachtet werden.“

    „Was die antirussischen Sanktionen des Westens angeht, haben sie zunächst keine Ergebnisse gebracht. Und hinsichtlich der Logik halte ich sie im Allgemeinen für sinnlos, weil sie zwar möglicherweise der Wirtschaft Russlands Schäden zufügen, doch das bedeutet überhaupt nicht, dass sie die Russen an den Verhandlungstisch bringen werden“, so der Abgeordnete.

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    Tags:
    Arsseni Jazenjuk, Jan Keller, Russland, Ukraine