15:28 19 August 2018
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    Lubomír Zaorálek

    Prag: Kooperation mit Russland in vielen Bereichen unumgänglich

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    Politik
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    Es gibt Bereiche, in denen die EU im eigenen Interesse mit Moskau kooperieren muss – trotz aller Schwierigkeiten in ihren Beziehungen wegen Russlands Haltung in der Ukraine-Krise, wie der tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek äußerte.

    „Die EU muss in ihrer Langzeitstrategie zu einer Periode bereit sein, in der Moskau keinen Wunsch auf eine Zusammenarbeit mehr haben wird“, sagte Zaorálek am Montag, nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.

    „Trotz der Abkühlung in unseren Beziehungen im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine gibt es Bereiche, in denen die EU in ihrem eigenen Interesse mit Russland zusammenarbeiten muss, selbst wenn es nur in einem begrenzten Umfang der Fall sein sollte“, äußerte der Minister.

    Dazu gehören der Syrien-Krieg, das iranische Atomprogramm, der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie Diskussionen im Rahmen der Vorbereitung der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris.

    Eine wichtige Rolle komme auch der Fortsetzung der Kontakte in den Bereichen Kultur sowie Wissenschafts- und Hochschulkooperation zu. Die Rede sei nicht davon, dass die EU Russland isolieren wolle, so der Minister.

    „Die Russland-Politik der EU soll sich nicht ändern. Es handelt sich eher darum, zu versuchen, die gegenwärtige Politik Russlands zu ändern“, sagte er weiter.

    Deswegen sei eine einheitliche Politik der EU-Länder von Bedeutung. Zudem müsste die EU klar formulieren, was sie von Russland erwarte, damit sich auch Moskau darüber im Klaren wäre.

    Tags:
    Lubomír Zaorálek, Russland, Ukraine, Tschechien
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