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20:21 18 Juli 2019
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    Sigmar Gabriel

    Bundeswirtschaftsminister Gabriel warnt vor Destabilisierung Russlands

    © REUTERS / Charles Platiau
    Politik
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    Sanktionen gegen Russland (857)
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    Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel hat vor einer Destabilisierung Russlands durch eine überzogene Sanktionspolitik gewarnt.

    „Die Sanktionen sollen dazu dienen, Russland wieder an den Verhandlungstisch zu bringen, nicht dazu, das Land ins Chaos zu stürzen“, sagte Gabriel dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

    In den USA und auch in Europa gebe es Stimmen, die eine solche Destabilisierungsstrategie forderten, fügte er an. „Ich finde das brandgefährlich. Europa hat ein Interesse an einem friedlichen und starken Russland.“

    Zudem rät er dazu, weiter das Gespräch mit Russlands Präsident Wladimir Putin zu suchen. „Wir bekommen die vielen Krisen in der Welt, sei es in Syrien oder im Iran, nicht in den Griff, wenn sich Russland nicht an ihrer Lösung beteiligt. Und das geht nur mit einem stabilen und selbstbewussten Russland“, sagte Gabriel.

    In der Ukraine-Krise hatten die USA und die Europäische Union 2014 in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland beschlossen. Nach dem dritten Sanktionspaket verbot Russland im August den Import von einer ganzen Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die Sanktionen verhängt haben. Neben den USA und der EU sind das auch Australien, Kanada und Norwegen.

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    Sigmar Gabriel, USA, Russland