00:35 27 Januar 2020
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    Streit um Kurilen-Inseln (42)
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    Moskau ist über die jüngste Erklärung von Japans Außenminister Fumio Kishida erstaunt, der die gegenwärtige Lage in der Ukraine mit dem Problem der Südkurilen-Inseln verglichen hatte. Das teilte das russische Außenamt am Mittwoch in Moskau mit.

    Bei seinem Besuch in Belgien hatte Kishida am vergangenen Dienstag das Problem der „nördlichen Territorien“, wie die seit Ende des Zweiten Weltkrieges zu Russland gehörenden Südkurilen-Inseln in Japan bezeichnet werden, mit der Situation in der Ukraine verglichen. Kishida zufolge geht es um eine „gewaltsame Änderung des Status quo“.

    In diesem Zusammenhang erinnerte das russische Außenamt daran, dass gerade das militaristische Japan und Nazi-Deutschland es waren, die in ihrem Bestreben nach Weltherrschaft das vor dem Zweiten Weltkrieg bestehende Status quo gewaltsam zerstört und mehrere Staaten okkupiert hatten.

    „Jetzt versucht Herr Kishida, die Geschichte im Grunde genommen ‚richtigzustellen‘… und das allgemein gültige Verständnis der Ursachen und Resultate des Krieges zu revidieren.“

    „Wir müssen feststellen, dass Tokio leider weiterhin nicht gewillt ist, Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Derartige historische Bildungslücken sind im 70. Jahrestag des Sieges der Alliierten im Zweiten Weltkrieg unzulässig“, betonte das russische Außenamt.

     

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    Tags:
    Fumio Kishida, Russland, Ukraine, Kurilen, Japan