18:17 05 Dezember 2019
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    Veteran des Zweiten Weltkrieges

    Stalingrad-Veteranen rufen Merkel zu gemeinsamem Kampf gegen Nazismus in Ukraine auf

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    Politik
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    Nach dem spektakulären ARD-Interview des ukrainischen Regierungschefs Arsenij Jazenjuk machen Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges aus Wolgograd (früher Stalingrad) die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Brief auf eine Zunahme des Nazismus in der Ukraine aufmerksam und bitten um eine klare Stellungnahme.

    „Die Wahrheit besteht darin, dass in der Ukraine der Nazismus in großem Stil ausschweift!.. Aber der Westen bezieht eine sehr seltsame Stellung, die wir nicht verstehen. Sie kann als eine Vorschubleistung für den ukrainischen Nazismus ausgelegt werden“, heißt es in dem Brief, der am Rande einer Konferenz zum Thema Kampf gegen den Nazismus verfasst worden ist. „Warum schauen die europäischen Völker bei der massenhaften Gewalt in der Ukraine ruhig zu? Was ist der wahre Zweck Ihrer Wirtschaftssanktionen? Russland als Macht schwächen? Den Nazismus in der Ukraine unterstützen?… Wir möchten gerne Ihre Meinung dazu wissen", zitierte die Gebietsverwaltung Wolgograd aus dem Brief.

    Die Veteranen erinnerten die Kanzlerin an die Lehren des Zweiten Weltkrieges und warnten davor, dass eine Verdrehung der Geschichte den Nazismus wiederauferstehen lassen könnte. „Wir persönlich, Stalingrader, haben mit unmenschlichen Anstrengungen den Lauf der Geschichte verändert und können eine Neuauflage des Nazismus nicht zulassen“, so die Veteranen an Merkel. „Wir schlagen Ihnen vor, gemeinsam gegen ihn zu kämpfen.“

    Die Schlacht um Stalingrad gilt als Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Bei der Schlacht, die im September 1942 begann und im Februar 1943 endete, wurde diese Stadt an der Wolga völlig zerstört und mit ihr auch der Mythos von der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht. Der ukrainische Regierungschef Arsenij Jazenjuk äußert Anfang Januar in einem ARD-Interview bei seinem Berlin-Besuch: „Wir können uns alle sehr gut an die sowjetische Invasion in der Ukraine und in Deutschland erinnern. Das muss man vermeiden.“

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    Tags:
    ARD, Angela Merkel, Arsseni Jazenjuk, Ukraine